Kleintettau

Freude über neues Dorfgemeinschaftshaus

Das historische Gebäude wurde nach 18-monatiger Renovierung offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben
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Sie freuen sich über die gelungene Sanierungsmaßnahme des Alten Rathauses: Bürgermeister Peter Ebertsch (links) und seine Gemeinderäte mit Wolfgang Kießling vom Amt für ländliche Entwicklung. Fotos: Veronika Schadeck
Sie freuen sich über die gelungene Sanierungsmaßnahme des Alten Rathauses: Bürgermeister Peter Ebertsch (links) und seine Gemeinderäte mit Wolfgang Kießling vom Amt für ländliche Entwicklung. Fotos: Veronika Schadeck
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Einst war es eine Schule und ein Rathaus, jetzt ist es ein Dorfgemeinschaftshaus. Am Freitagnachmittag, 28. Februar 2020, wurde das historische Gebäude offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben.

Bürgermeister Peter Ebertsch freute sich, dass die Kleintettauer einen Treffpunkt haben, in dem sie sich austauschen und ihre Vereinstätigkeiten pflegen können. Er hofft, dass mit dieser Investition das bereits sehr gute Vereinsleben und die Dorfgemeinschaft künftig aufrechterhalten werden beziehungsweise noch gesteigert werden können.

Er ging auch auf die Historie des Gebäudes ein. Demnach wurde dieses Haus im Jahre 1900 von den Kleintettauern und den angrenzenden Lichtenhainer Bürgern als Schulhaus genutzt. In den 50er Jahren wurde es nach der Verlagerung der Schule von der damals selbstständigen Gemeinde Kleintettau als Rathaus eingerichtet. Nach der Gebietsreform im Jahre 1978 entstanden in den Obergeschossen Wohnungen, im Erdgeschoss wurde eine Zweigstelle für die Sparkasse eingerichtet. Nachdem das Bankinstitut vor einigen Jahren diese Filiale geschlossen hatte, wurden die Räumlichkeiten sowohl von den örtlichen Vereinen als auch für verschiedene Zwecke von der Gemeinde genutzt.

Ebertsch sprach davon, dass dieses neue Domizil für Vereine nun auch mit Leben erfüllt werden müsse. Es sei eine gute Sache, dass der Musikverein hier künftig seine Proben abhalten wolle. Zudem haben andere Vereine ihre Absicht bekundet, verschiedene Veranstaltungen durchführen zu wollen.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses neben den Vereinen auch Privatpersonen für Vorträge, Feierlichkeiten usw. zur Verfügung gestellt werden. Über die entsprechenden Modalitäten wie beispielsweise Vermietung werde sich der Marktgemeinderat in seinen kommenden Sitzungen beschäftigen.

Der Architekt Udo Weber ging auf die Maßnahmen ein, die während der rund 18 Monate andauernden Renovierungsphase durchgeführt wurde. Er sprach unter anderem von Abbrucharbeiten, von Trockenbau- und Estricharbeiten, von neuen Fenstern, Türen und Böden sowie von der Gestaltung der Außenfassade und Außenanlagen. Sein Dank und auch der Dank des Bürgermeisters galten in diesem Zusammenhang den bauausführenden Unternehmen. Ebertsch betonte, dass bei der Maßnahme so weit als möglich heimische Firmen bei der Auftragsvergabe berücksichtigt worden seien.

"Es ist wie ein Heimkommen", freute sich die Vorsitzende der Rennsteigkapelle Kleintettau, Stefanie Trautschold. Seit über 20 Jahren nutze der Musikverein dieses Gebäude, um dort für Veranstaltungen und Auftritte Musikproben durchzuführen. Jetzt freuen sich die Musiker, dass sie nach eineinhalb Jahren diese Räumlichkeiten, die umfassend renoviert und modernisiert wurden, wieder nutzen können. Ihr Dank galt diesbezüglich der Kirchengemeinde und der Kirchweihgesellschaft Kleintettau, die dem Musikverein während der Bauphase ein Domizil gewährt haben beziehungsweise ihnen einen Raum zur Verfügung gestellt haben, in denen sie ihre Utensilien wie Notenständer etc. unterbringen konnten.

Im Rahmen der Einweihung und aus Freude über ihren neuen Treffpunkt übergaben auch Werner Vetter und Heiko Nebatz von der Aktionsgemeinschaft Kleintettauer Vereine einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an die Gemeinde. Veronika Schadeck

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