Kronach
-- ANZEIGE --

Die Feuerwehr hat Grund zum Feiern

Mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 26. Mai 2019, feiert die Kronacher Feuerwehr die Einweihung ihres Feuerwehrgerätehauses
Artikel drucken Artikel einbetten
Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Rodacher Straße wird am Sonntag, 26. Mai, mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht.
Das neue Feuerwehrgerätehaus in der Rodacher Straße wird am Sonntag, 26. Mai, mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht.
+9 Bilder

Mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 26. Mai 2019, feiert die Kronacher Feuerwehr die Einweihung ihres Feuerwehrgerätehauses in der Rodacher Straße. Zugleich wird auch die landkreiseigene Atemschutzübungsanlage offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Somit geht nicht nur ein langer Traum in Erfüllung, sondern damit wurde auch eine Einrichtung für die Sicherheit der Menschen im Landkreis gebaut.

Jede Menge Platz für die Feuerwehr

Auf einer 9498 Quadratmeter großen Fläche wurde das Feuerwehrzentrum mit Feuerwehrgerätehaus und Atemschutzzentrum erstellt. Im Feuerwehrgerätehaus können elf Einsatzfahrzeuge und zwölf Anhänger untergebracht werden. Darüber hinaus wurden eine Schlauchpflegeeinrichtung und eine Wasserstraße für verschmutzte und kontaminierte Einsatzkleidung realisiert.

Im Obergeschoss befinden sich neben den Verwaltungsräumen ein Jugend- und ein Bereitschaftsraum, eine Küche sowie ein Lehrsaal. Für Schulungen mit einer großen Teilnehmerzahl kann dieser zusammen mit dem direkt angrenzenden Saal des Landkreises zu einer größeren Einheit verbunden werden.

Im Erdgeschoss befinden sich Umkleiden mit Dusch- und Sanitärräumen für die Einsatzkräfte, die Einsatzzentrale sowie Werkstatt- und Lagerräume.

Markant ist der 15 Meter hohe Übungsturm an der Ostseite des Areals. Hier können neben Anleiterübungen auch Atemschutz- oder Absturzsicherungsausbildungen durchgeführt werden.

Integriert in das Feuerwehrzentrum ist zudem die Atemschutzübungsanlage mit den erforderlichen Nebenräumen. Hier sind insbesondere elektronische Brandsimulationsmöglichkeiten verbaut, welche auch das Arbeiten unter Realbindungen mit Wasser am Strahlrohr möglich machen.

Im Erdgeschoss der Atemschutzübungsanlage befinden sich Verwaltungsräume und eine Atemschutzwerkstatt, in der Gerätschaften des Atem- und Chemieschutzes gewartet, geprüft und repariert werden.

Im Außenbereich befinden sich neben Alarmparkplätzen und insgesamt 19 Stellplätzen für das Ausbildungszentrum noch zwei Übungshöfe mit Winden-Festpunkt, Hydranten und einer Zisterne für die Maschinistenausbildung.

Das bisherige Feuerwehrgerätehaus wurde Im Jahre 1969 in der Oberen Stadt eingeweiht. Seitdem hat sich das Feuerwehrwesen grundlegend geändert. Waren die Feuerwehren früher nahezu ausschließlich zur Brandbekämpfung aufgestellt, kamen in den folgenden Jahrzehnten weitere Aufgaben wie Technische Hilfeleistung, Chemie- und Strahlenschutz, Umweltschutz etc, hinzu. Die zunehmenden Aufgaben sind auch mit steigenden Zahlen von Einsätzen verbunden. So waren es im Jahre 1968 27 Einsätze, im vergangenen Jahr mussten die Kameraden 241 Mal ausrücken.

Neue Möglichkeiten für die Ausbildung

Aufgrund der begrenzten Kapazitäten im alten Feuerwehrgerätehaus waren die Gerätschaften der Feuerwehr zuletzt auf fünf Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Alte Atemschutzübungsanlage war in die Jahre gekommen

Die Atemschutzübungsanlage des Landkreises wurde 1985 als erste Anlage dieser Art in Oberfranken im Feuerwehrgerätehaus Kronach installiert. Mittlerweile war sie die kleinste und älteste Anlage und entsprach nicht mehr den Anforderungen einer modernen Ausbildung. Gleiches gilt für die Atemschutzwerkstatt, welche die Feuerwehr Kronach seit 1969 in ihrem Gerätehaus betrieb.

Jetzt freuen sich sowohl die Feuerwehrkameraden als auch die Kommunalpolitiker, dass nach nahezu dreijähriger Bauzeit ihr Feuerwehrzentrum eingeweiht werden kann. Der Umzug erfolgte bereits im März 2019.

Rund 6,4 Millionen Euro wurde in das Feuerwehrgerätehaus investiert. Hinzu kamen Baukosten in Höhe von 3,6 Millionen Euro für das Ausbildungs- und Atemschutzzentrum. Das Projekt wurde durch den Freistaat Bayern mit insgesamt 1 573 000 Euro gefördert. Zu erwähnen ist auch, dass der Feuerwehrverein rund 30 000 Euro für die Ausgestaltung des Bereitschaftsraum und der Küche eingebracht hat.

Für die Aktiven der Wehr und für die Kreisbrandinspektion ist klar, dass mit dem neuen Feuerwehrzentrum ein effizienteres Handeln und Arbeiten möglich ist. Es eröffnet neue Möglichkeiten für die Ausbildung ehrenamtlicher Feuerwehrler. Zudem erhöht es die Motivation und Schlagkraft nicht nur der Kronacher Feuerwehren, sondern aller Feuerwehren im Landkreis.

Die Planung und Gesamtbauleitung hatten ARGE kplan AG Abensberg sowie lauer + lebok Architekten aus Lichtenfels inne. Ihnen und allen am Bau beteiligten Handwerkern gilt der Dank der Feuerwehr Kronach. Ebenso gilt der Dank der Stadt und dem Landkreis Kronach für das gute Miteinander.

Einladung zum Tag der offenen Tür

Die Feuerwehr der Stadt Kronach lädt herzlich zur Einweihung ihrer neuen Heimstatt ein. Zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 26. Mai, wird von 10 bis 17 Uhr im neuen Feuerwehrzentrum, Rodacher Straße 60/62, ein Programm für die ganze Familie organisiert.

Geboten werden unter anderem ein Weißwurstfrühstück mit dem Jugendorchester Kronach, Einblicke in das Feuerwehrzentrum, eine Fahrzeugschau, ein Besuch der Bundeswehr-Feuerwehr, Feuerwehroldtimer, Fira-Trainer, eine Kinderolympiade und eine Hüpfburg. Für Unterhaltung sorgen das "Duo Sunshine" und "Grisu on tour"

Parkplätze stehen zur Verfügung: Schulzentrum, Kreiskulturraum, Stern-Apotheke, Parkdeck, Industriestraße (Loewe, KIK, Sonderposten-Baumarkt). Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Veronika Schadeck

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.