Münchaurach
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Ortsburschentaufe an der Aurach

Münchaurach feiert vom 4. bis 6. Juli seine Kirchweih
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Auch der Bürgermeister (links) packt mit an.  Fotos: Roland Meister
Auch der Bürgermeister (links) packt mit an. Fotos: Roland Meister
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MÜNCHAURACH. Traditionell lädt Münchaurach, seit 1972 Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal, vom 4. bis 6. Juli zur Kirchweih ein. War in den Anfangsjahren der Bereich um das Gasthaus "Deutscher Hof" Austragungsort für die Kirchweih, verlagerte sich dieser vor einigen Jahren auf den Parkplatz am Verwaltungsgebäude und wurde an dieser Stelle bis 2011 von örtlichen Vereinen, zuletzt von der Jugendkapelle Aurachtal, ausgerichtet. Fehlende Hilfsbereitschaft der Mitglieder war einer der Gründe, weshalb die Jugendkapelle auf eine weitere Ausrichtung verzichtete. So drohte die Kirchweih ins Wasser zu fallen. Spontan nahmen die Ortsburschen das Ganze in die Hand und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde konnte wieder eine Kirchweih stattfinden.
Durch die Änderung in der Organisation änderte sich auch der Standort wieder. Die Kirchweih fand seitdem drei Mal auf dem Gelände gegenüber dem Sportheim in der Schulstraße statt. Nun ist wieder der Parkplatz rund um die Gemeinde der Austragungsort. Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm, angekündigt haben sich auch etliche Schausteller.


Auftakt
mit der "Spätleseband"

Eröffnet wird die Kirchweih mit dem Bieranstich durch Bürgermeister Klaus Schumann am Samstagabend. Den musikalischen Auftakt gestaltet die "Spätleseband". Mit "Brässluft" geht es am Sonntag, nach dem Festgottesdienst in der Klosterkirche und der Ortsburschentaufe, am Abend weiter. Der Montag beginnt mit dem Frühschoppen um 10 Uhr. Für die richtige Musik sorgt "Quetschen-Klaus" alias Klaus Wagner. Live-Musik von Jan Werner gibt es zum Ausklang am Montagabend aus. Für Abwechslung sorgen auch die Ortsburschen mit ihren Madli. Am Samstagmorgen geht's in den Wald um den Kerwasbam zu schlagen, ehe dieser neben dem Festzelt aufgestellt wird. Die Ortsburschentaufe, den Nachwuchs betreffend, findet am Sonntag in der Fürther Straße an der Aurach statt. Am Montag lassen die Ortsburschen die Kirchweih ruhig ausklingen.
Zur Gemeinde Aurachtal gehören neben Münchaurach Unterreichenbach, Falkendorf, Dörflas, Lenkershof, Nankenhof und Neundorf. Seinen Ursprung hat Münchaurach in der Gründung des Benediktinerklosters. Die Weihe des Klosters erfolgte 1128 durch Bischof Otto von Bamberg. Im Spätmittelalter sprach vieles für den Niedergang des Klosters. Der Klosterbesitz wird 1450 im 1. Markgrafenkrieg geplündert. Im Bauernkrieg wurde Münchaurach zum Teil eingeäschert. Dabei blieb das Kloster nicht unverschont. Es wurde durch Feuer zerstört, um danach nie wieder aufgebaut zu werden. Die Abtei überstand den Brand und dient seitdem den Pfarrersfamilien als Wohnsitz. RK

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