Ochsenfurt
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Bratwurstfest Ochsenfurt 2016

Ein Fest mit langer Tradition: Der Volkstrachtenverein präsentiert das 54. Ochsenfurter Bratwurstfest. Los geht es am Samstag, 14. Mai.
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Traditionell beginnt das Bratwurstfest mit einem Festzug durch die Stadt.  Foto: Merten
Traditionell beginnt das Bratwurstfest mit einem Festzug durch die Stadt. Foto: Merten
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Ochsenfurt und die Bratwurst - das gehört seit vielen, vielen Jahren zusammen. Die Wurzeln des Ochsenfurter Bratwurstfestes reichen weit zurück, auch wenn sich der Name und der Ort des Festes geändert haben. Gefeiert wird zu Pfingsten - und das ist auch in diesem Jahr so.


Offizieller Bieranstich um 19 Uhr

Los geht es am Samstag, 14. Mai, um 18.30 Uhr mit dem Festzug durch die Stadt zum Festplatz. 1. Bürgermeister Peter Juks wird um 19 Uhr den offiziellen Bieranstich vollziehen. Ab 19.30 Uhr sorgen dann "Die Gaudirocker" für Stimmung.
Am Sonntag, 15. Mai, steht ab 14 Uhr die Formation "Blechintakt" auf der Bühne. "Best Hits for you" erklingen ab 19 Uhr mit den Partyvögeln. An Pfingstmontag findet um 11.15 Uhr die Fahrzeugsegnung statt. Die Musikkapelle Winterhausen übernimmt ab 14 Uhr die musikalische Unterhaltung.

Traditionell ist der Dienstag nach Pfingsten in Ochsenfurt "Nationalfeiertag". Ab 13 Uhr gibt es Festbetrieb und man kann bis in den Abend hinein vergnügliche Stunden auf dem Bratwurstfest verbringen. Natürlich gibt es wieder Musik: Ab 14 Uhr spielt die Zeubelrieder Oldieband "Die Linsenspitzer", ab 18 Uhr erobern die "Fränkischen Jäger aus Gaubüttelbrunn" die Bühne. Das große Abschlussfeuerwerk gegen 22.30 Uhr ist dann ein würdiger Schlusspunkt hinter vier unterhaltsamen Festtagen.


Erstmals 1464 erwähnt

Die Zahl 54 steht heuer vor dem Ochsenfurter Bratwurstfest, aber davon sollte man sich nicht irritieren lassen. Die Wurzeln des Festes sind eigentlich schon sehr viel älter. Es geht auf die Wolfgangskirchweih zurück, die bereits 1464 in Unterlagen des Stadtarchivs erwähnt wird. Damals kamen am Pfingstdienstag viele Bauern mit Pferden nach Ochsenfurt, um sich den Segen für die Tiere zu holen. Wo viele Leute sind, gibt's Hunger und Durst, und so schlugen Bäcker und Metzger ihre Stände an der St. Wolfgangskapelle auf. Mit den Jahren wurde das Fest immer größer - und artete wohl auch stark aus. 1803 wurde der Brauch der Wolfgangskirchweih aufgegeben, es gab keine Pferdesegnungen und auch kein Fest mehr. Die Bauern kamen zwar weiterhin an diesem Dienstag, ihre Bratwurst mussten sie aber in den Gaststätten verzehren. Einen ersten Neubeginn gab es 1950 - zunächst für zehn Jahre.

Nach dem Wolfgangsritt wurde gemeinsam beim Bratwurstfest gefeiert. Weil es aber immer weniger Pferde und immer mehr Autos gab, wurde der Wolfgangsritt 1961 durch eine Fahrzeugsegnung ersetzt. 1962 übernahm der Volkstrachtenverein die Organisation des Fests, zunächst mit dem Radfahrerverein Club Harmonie, ein Jahr später dann alleine. Seit 1976 gibt es auch wieder einen Pfingstritt - und zwar in den ungeraden Jahren, während die Fahrzeugsegnung in den Jahren mit gerader Zahl an der Reiehe ist - wie eben 2016. len


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