Für Vermögen oberhalb von 500.000 Euro schlage Zypern nun 15 Prozent vor, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf EU-Beamte. Bislang ist vorgesehen, dass die Bankkunden einheitlich auf Guthaben über 100.000 Euro 9,9 Prozent abgeben. An dem geplanten Gesamtbeitrag von 5,8 Milliarden Euro, den Bankkunden zum Rettungspaket beisteuern, solle sich dadurch nichts ändern

Weiter berichtet das "Wall Street Journal", die Euro-Finanzminister wollten sich noch an diesem Montag mit den zyprischen Änderungsvorschlägen beschäftigen. Die Regierung in Nikosia kann sich bislang nicht sicher sein, im dortigen Parlament eine Mehrheit für das Rettungspaket und die damit verbundenen Auflagen zu bekommen. Die entscheidende Plenarsitzung des Parlaments war für Montagnachmittag angesetzt.

Rund ein Drittel der Einlagen in Zypern sind in der Hand ausländischer Kontoinhaber. Die geplante Abgabe hatte große Entrüstung auf Zypern ausgelöst. Um einem massenhaften Ansturm auf die Konten zuvorzukommen, legte die Zentralbank Zyperns das gesamte Bankensystem quasi lahm. dpa