Man habe vereinbart, zeitgleich den Zuschnitt, nicht aber die personelle Besetzung mitzuteilen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Nachmittag aus Koalitionskreisen.

Offiziell sollen die Namen der Minister erst am Sonntag bekanntgegeben werden. Bei der SPD tagt am Vormittag der Parteivorstand, am Mittag (13.00 Uhr) ist eine Pressekonferenz geplant. Die Unionsparteien wollen sich noch mehr Zeit nehmen: Am späten Sonntagnachmittag (17.00 Uhr) treffen sich das CDU-Präsidium in Berlin und der CSU-Vorstand in München. Anschließend sind zeitgleich Pressekonferenzen vorgesehen.

Die SPD soll in der großen Koalition sechs Ministerien bekommen. Die CDU dürfte fünf der 14 Bundesministerien (ohne Kanzleramt) übernehmen und die CSU drei. Als Vizekanzler und Superminister für Wirtschaft und Energie soll SPD-Chef Sigmar Gabriel ins Kabinett einziehen. Mehrere Medien meldeten, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) solle in einem spektakulären Wechsel erste Verteidigungsministerin der Bundesrepublik werden.


Aufteilung

Die CDU bekommt folgende fünf Ministerien: - Innen (CDU) - Finanzen (CDU) - Verteidigung (CDU) - Gesundheit (CDU) - Bildung und Forschung (CDU)
Die CSU bekommt folgende drei Ministerien: - Verkehr und digitale Infrastruktur (CSU) - Ernährung und Landwirtschaft (CSU) - Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (CSU)
Die SPD bekommt folgende sechs Ministerien: - Auswärtiges Amt - Wirtschaft und Energie - Arbeit und Soziales - Justiz und Verbraucherschutz - Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Staatsminister: - Kultur und Medien (CDU) - Staatsminister bei der Bundeskanzlerin (CDU) - Migration, Flüchtlinge und Integration (SPD)