DGB-Chef Reiner Hoffmann hat zu einem raschen Abbau unbezahlter Überstunden ausgesprochen. Wo sie dauerhaft anfielen, müssten neue Stellen geschaffen werden, sagte Hoffmann der "Welt" (Donnerstag). Nur so sei gewährleistet, dass Beschäftigte lange arbeiten könnten und gesund blieben. Zudem kritisierte der DGB-Chef, dass Arbeitnehmer immer mehr leisten müssten.

"Wir wissen, dass die Arbeitsbelastung in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen hat, durch Arbeitsverdichtung, Arbeit am Wochenende und dauernde Erreichbarkeit. Diese Belastung führt zu Stress und Erkrankungen", sagte Hoffmann der Zeitung.

Einer Studie der EU-Agentur Eurofound zufolge machen Arbeitnehmer in Deutschland so viele Überstunden wie sonst in kaum einem Land der EU. Tariflich vereinbart sind demnach im Schnitt 37,7 Stunden Arbeitszeit pro Woche, 40,3 Stunden fallen tatsächlich an - das sind 2,6 Stunden zusätzlich pro Woche.