Meißen
Feuerbestattung

Zu viele Tote: Krematorium in Meißen arbeitet in Extraschichten - wegen der Grippewelle

Bestatter bekommen die Grippewelle zu spüren: So ist etwa das Krematorium Meißen derzeit an der Belastungsgrenze. Die Mitarbeiter schieben Extraschichten.
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Bestatter bekommen die Grippewelle zu spüren: So ist etwa das Krematorium Meißen derzeit an der Belastungsgrenze. Die Mitarbeiter schieben Extraschichten. Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Bestatter bekommen die Grippewelle zu spüren: So ist etwa das Krematorium Meißen derzeit an der Belastungsgrenze. Die Mitarbeiter schieben Extraschichten. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Mehr als 20 Mitarbeiter sind im städtischen Krematorium Meißen damit beschäftigt, dem Totenstau Herr zu werden. Denn gerade im Winter sterben mehr Menschen als im Rest des Jahres. In diesem Jahr ist es besonders heftig, denn die Grippewelleführt zu vermehrten Todesfällen.

Bereits 358 Tote sind deutschlandweit zu beklagen - so jedenfalls die offiziellen Zahlen. Laut dem Robert-Koch-Institut liegt die Dunkelziffer womöglich aber deutlich höher.


Zu viele Tote - Leichenstau im Krematorium Meißen in Sachsen


Das spürt nun gerade das städtische Krematorium in Meißen in Sachsen. Normalerweise arbeiten die Angestellten dort in zwei Schichten, wie Geschäftsführer Jörg Schaldach gegenüber Tag24 berichtet. Nun aber ist man dort in den Dreischichtbetrieb gewechselt, um die Menge an Toten zu bewältigen, die auf ihre Einäscherung warten.

 


Totenstau im Krematorium - Warum gerade Meißen?

Zum Einen sind Einäscherungen in Sachsen sehr beliebt - laut Jörg Schaldach wählten 90 Prozent der Menschen in der Region um Meißen diese Art der Bestattung. Da das Krematorium aber besonders günstig ist, werden hier nicht nur Leichen aus der Region verbrannt, sondern aus einem Einzugsgebiet, das sich bis nach Berlin und Brandenburg erstreckt.

Außerdem sterben nun besonders viele Menschen. In der kalten Jahreszeit sind gerade ältere Menschen anfälliger für Krankheiten und die Grippewelle fordert in diesem Winter besonders viele Tote. Das Robert-Koch-Institut zählt deutschlandweit 358 Tote.