Scharen von begeisterten Fußballfans versammelten sich in roten Trikots am Mittwochabend (Ortszeit) auf der zentralen Plaza Italia der Hauptstadt Santiago und bejubelten den 2:0-Sieg, der das vorzeitige Aus der Spanier in der Gruppenphase besiegelte und Chiles Einzug ins Achtelfinale sicherte.

Der Verkehr auf den Zufahrtstraßen kollabierte, mehrere U-Bahn-Stationen mussten wegen des Andrangs geschlossen werden. Am späten Abend kam es zu Zwischenfällen, bei denen nach Angaben des Transportministers Andrés Gómez-Lobos bis zu 300 Busse beschädigt wurden. "Das war ein Eigentor", erklärte der Minister, wie die Zeitung "La Tercera" berichtete.

Auch in Valparaíso, Arica, Punta Arenas und Concepción gab es heftige Feiern.
Die Arbeit im Kongress in Valparaíso war am Mittwoch auf den Morgen vorverlegt worden, damit die Parlamentarier das Spiel über die Fernsehschirme miterleben konnten.

Die Präsidentin Michelle Bachelet, die am Mittwoch ihre ersten 100 Tage im Amt feierte, sah sich das Spiel in Begleitung mehrerer Minister im Regierungspalast La Moneda an. Ihr Regierungsprogramm sah den Start von 56 Maßnahmen in den ersten 100 Tagen vor. "Diese ist die 57. Maßnahme", scherzte die Staatschefin über den Sieg Chiles. Sie sei nur bislang geheim gehalten worden.