München
Niedergang

Zahl der Geldautomaten schrumpft - Was ist die Alternative?

Wir nutzen sie alle - und doch werden es weniger. Die Rede ist von Geldautomaten. Die Anzahl ist den vergangenen Jahren zurückgegangen. Doch woran liegt das?
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Wir nutzen sie alle - und doch werden es weniger. Die Rede ist von Geldautomaten. Die Anzahl ist den vergangenen Jahren zurückgegangen. Doch woran liegt das?  Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa
Wir nutzen sie alle - und doch werden es weniger. Die Rede ist von Geldautomaten. Die Anzahl ist den vergangenen Jahren zurückgegangen. Doch woran liegt das? Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa
Der Geldautomat verliert im deutschen Alltagsleben langsam, aber unaufhaltsam an Bedeutung. Nachdem die Banken über Jahrzehnte mehrere tausend neue Geräte pro Jahr installierten, schrumpften die Zahlen zuletzt deutlich.

Nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft - des Dachverbands der deutschen Banken - gab es Ende 2017 noch knapp 58.400 Geldautomaten in Deutschland. Der Höhepunkt wurde mit 61.100 Maschinen im Jahr 2015 überschritten.


Kostendruck steigt

Ursachen sind Digitalisierung und Kostendruck. "Wir haben die Daumenregel, dass das Betreiben eines Geldautomaten in etwa zwischen 20.000 und 25.000 Euro (im Jahr) kostet", sagt Jürgen Gros, Chef des Bayerischen Genossenschaftsverbands, zu dem die Volks- und Raiffeisenbanken gehören. "Das muss auch verdient werden. Dauerhaft ist Zuschießen kein Geschäftsmodell."

Damit ist der jahrzehntelange Siegeszug einer Maschine beendet, die derzeit noch aus dem Alltag nicht wegzudenken ist. Der erste deutsche Geldautomat ging 1968 in Tübingen in Betrieb, 1994 waren es dann bundesweit schon 29.400. Bis 2015 verdoppelte sich die Zahl, doch allein von 2016 auf 2017 wurden 1600 Automaten wieder abgebaut.
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