Das geht aus einer Anfrage der Linke beim Bundesarbeitsministerium hervor, aus der die Tageszeitung "Welt" zitiert. Von den Neuverträgen sind inzwischen 42 Prozent zeitlich begrenzt. 1997 waren es noch 34 Prozent.

Waren 1993 noch 876.000 Neuverträge zeitlich begrenzt, so waren es 2013 bereits 2,7 Millionen. Frauen sind davon stärker betroffen. Fast jeder zweite neue Arbeitsvertrag wird bei ihnen nur noch befristet ausgestellt - bei den Männern sind es 38 Prozent. Auch junge Beschäftigte bekommen häufiger einen Vertrag auf Zeit.

Der Anstieg geht dem Bericht zufolge vor allem auf Befristungen ohne sachliche Gründe zurück. Ihre Zahl hat von 554.000 im Jahr 2001 auf 1,3 Millionen im Jahr 2013 zugenommen. Die Linke fordert die Abschaffung dieser Vertragsform. "Die Befristung von Arbeitsverträgen ist ein gezieltes Mittel, die Rechte von Arbeitnehmern klein zu halten", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linke, Jutta Krellmann, der "Welt".