Pforzheim
WM-Tour

WM 2018: Deutscher reist mit Traktor nach Russland - 30 Tage unterwegs

Ein Fußball-Fan ist aus Pforzheim mit seinem Traktor zur WM nach Russland gefahren. 30 Tage war der Pforzheimer mit etwa 20 km/h unterwegs. Aber auch Fans aus anderen Ländern reisten extrem an.
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Mit seinem Traktor fuhr ein Mann aus Pforzheim zur WM nach Russland. Symbolbild, Foto: Björn Heim
Mit seinem Traktor fuhr ein Mann aus Pforzheim zur WM nach Russland. Symbolbild, Foto: Björn Heim
30 Tage war er unterwegs, knapp zwei Stunden vor dem Spiel hat er sein Ziel erreicht: Huberth Wirth ist mit dem Traktor aus Neuhausen bei Pforzheim zum ersten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM gegen Mexiko gereist. "Mir geht's super", sagte der Fußballfan nach seiner langen Reise, während er am Sonntag vor dem Moskauer Luschniki-Stadion mit seinem laut tuckernden Gefährt auf einen Parkplatz fuhr. Russland- und Deutschland-Fahnen wehten an seinem Traktor. Auf einem Anhänger, der am Traktor befestigt war, stand: "Hallo Moskau".

20 km/h sei er im Schnitt gefahren und 2400 Kilometer unterwegs gewesen, sagte Wirth, der mit seinem Hund Hexe reiste. Die Fahrt sei "wunderschön" gewesen. "Die Begegnungen mit den Menschen waren das Beste." Für die Wahl seines ungewöhnliches Verkehrsmittels hatte er eine einfache Erklärung: "Das ist einfach mein Hobby."


Eine weitere Strecke nahmen zwei Fußball-Fans aus England auf sich: 3800 Kilometer fuhren sie mit dem aus ihrer Heimat bis in die südrussische Stadt Wolgograd. Sie wollen dort das erste WM-Spiel ihrer Nationalmannschaft gegen Tunesien am Montag anzuschauen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Die Tour führte die beiden 3800 Kilometer weit durch acht Länder. Gestartet waren sie in dem südenglischen Städtchen Emsworth nahe Portsmouth.

Außer ein paar platten Reifen und schlechtem Wetter sei alles gut gegangen bei der Tour, berichtete der 28 Jahre alte Jamie Marriott, der als Englischlehrer in Berlin lebt. Die beiden haben auch Tickets für die beiden weiteren Gruppenspiele ihrer Mannschaft in Nischni Nowgorod und Kaliningrad. Dorthin wollen sie aber per Zug und Flugzeug reisen. "Der Plan ist jetzt, die Räder loszuwerden und ein paar Bier zu trinken", sagte der 24 Jahre alte Mitchell Jones.