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Krankheit

Wittenberg: Erster Fall von West-Nil-Fieber in diesem Jahr aufgetreten

Nach dem milden Winter ist dieses Jahr das West-Nil-Fieber wieder in Deutschland aufgetreten. Vor allem Vögel sind betroffen.
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Der erste Fall von West-Nil-Fieber ist in diesem Jahr  in Deutschland entdeckt worden.  Das Virus wird vor allem über Mücken übertragen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Der erste Fall von West-Nil-Fieber ist in diesem Jahr in Deutschland entdeckt worden. Das Virus wird vor allem über Mücken übertragen. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

West-Nil-Fieber in Deutschland: 2018 ist das West-Nil-Fieber das erste Mal bei Tieren in Deutschland aufgetreten. Nach dem milden Winter verbreitet es sich jetzt offenbar weiter. Bei einer verendeten Schneeeule aus dem Tierpark Wittenberg (Sachsen-Anhalt) konnte der Erreger nachgewiesen werden. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt am Dienstag (9. Juli 2019) mitteilt, handele es sich um den ersten Nachweis in diesem Jahr. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte den Nachweis. In einer Mitteilung hieß es, dass man davon ausgeht, dass das Virus in Deutschland überwintern konnte.

Vögel sind am meisten gefährdet

2018 ist das West-Nil-Virus das erste Mal in Deutschland aufgetreten. Es wurde vom FLI bei 12 Vögeln und zwei Pferden entdeckt. Der Erreger stammt ursprünglich aus den Tropen und wird von Stechmücken übertragen. Der wichtigste Wirt für das Virus sind Eulen- Greif- und Rabenvögel. Es kann aber auch auf Pferde oder Menschen übertragen werden. In Deutschland gab es aber bis jetzt noch keinen Fall, bei dem ein Mensch von einer Mücke infiziert wurde. Laut des FILs verlaufen beim Mensch 80 Prozent aller Krankheitsfälle ohne Symptome. Bei etwa 20 Prozent der Infizierten zeigten sich leichte Symptome wie Fieber. Bei weniger als einem Prozent könne ein schwerer Krankheitsverlauf mit hohem Fieber auftreten.

Weitere Beobachtungen

Die Entwicklungen werden nach dem Auftreten des Virus in Wittenberg weiter vom FLI untersucht werden. Forscher hatten allerdings bereits damit gerechnet, dass der Erreger den milden Winter überstanden haben wird. "Die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus in diesem Winter in Stechmücken überlebt hat, ist sehr groß", hatte die Virologin Ute Ziegler vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems bereits im April gesagt.

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