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WhatsApp, Facebook und Instagram auf Huawei-Smartphones? Konzern mit neuen Details in Berlin

Apps wie WhatsApp, Instagram und Facebook drohen auf Huawei-Smartphones zu verschwinden. Grund sind US-Sanktionen. Facebook hat sich nun positioniert - und sorgt mit seiner Entscheidung für eine schwierige Situation für Huawei. Der chinesische Konzert gibt Entwarnung.
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Facebook hat sich nun im Handelsstreit zwischen China und den USA positioniert. Die Entscheidung des US-Konzerns aus dem Silicon Valley könnte weitreichende Konsequenzen für Huawei nach sich ziehen. Symbolfoto: Andy Wong/AP/dpa
Facebook hat sich nun im Handelsstreit zwischen China und den USA positioniert. Die Entscheidung des US-Konzerns aus dem Silicon Valley könnte weitreichende Konsequenzen für Huawei nach sich ziehen. Symbolfoto: Andy Wong/AP/dpa

 

  • Wie geht es weiter für Besitzer von Huawei-Smartphones?
  • Steht WhatsApp vor dem Aus auf diesen Handys?
  • Facebook positioniert sich im Handelsstreit zwischen China und den USA.
  • Huawei reagiert

 

Update vom 04.07.2019: Huawei äußert sich

Huawei plant weiterhin mit Android: Auf einer Veranstaltung in Berlin haben die Verantwortlichen des chinesischen Konzerns Stellung zur aktuellen Lage bezogen. Westeuropa-Chef Walter Ji erklärte: "Wir bleiben im Android-Ökosystem" zitiert ihn chip.de.

Erst vor wenigen Wochen reagierte Huawei auf die US-Strafzölle als auch die Handelspolitik des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Huawei gab ein Zukunftsversprechen, wonach alle Kunden weiterhin Sicherheitsupdates und Updates für Android erhalten werden - daran hielten Ji und seine Kollegen auch in Berlin fest.

Wie der Handelsstreit zwischen den USA und China ausgeht, bleibt abzuwarten. Donald Trump kam den Chinesen zuletzt etwas entgegen, indem er Maßnahmen lockerte. US-Unternehmen können durch die Lockerung wohl wieder Ausrüstung beziehungsweise Hardware an Huawei verkaufen.

Update vom 02.07.2019: WhatsApp nicht mehr auf Huawei-Smartphones vorinstalliert

China und die USA befinden sich bereits seit geraumer Zeit in einem Handelsstreit. Die beiden Staaten feilschen um Details - immer wieder werden Strafzölle angekündigt. Zuletzt gab es eine vorläufige Einigung zwischen Chinesen und Amerikanern, auf weitere Strafzölle zu verzichten. Unabhängig davon, bleibt die Lage für Huawei als auch WhatsApp beziehungsweise Facebook angespannt. Die Nutzung des Messenger-Dienstes WhatsApp auf Huawei-Smartphones steht vor einer unsicheren Zukunft.

WhatsApp auf Huawei-Smartphones: Facebook bezieht Stellung

Facebook hat sich entschieden: Die Apps des US-Konzerns werden zukünftig nicht mehr auf Huawei-Smartphones vorab installiert. Das betrifft auch WhatsApp, Instagram und natürlich Facebook selbst.

Verfügt ein Kunde bereits über ein Huawei-Smartphone, kann er die Apps allerdings weiterhin nutzen sowie neue Updates erhalten, wie Facebook der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Für Neukunden von Huawei könnte diese Entscheidung zum Knackpunkt werden: Oftmals sind Facebook-Apps in Geschäftsabschlüsse Dritter involviert und haben eine Vorinstallation als Bedingung inne.

Facebook-Verbot betrifft alle Huawei-Modelle

Das App-Verbot betrifft alle Modelle des chinesischen Smartphone-Herstellers. Für Huawei selbst, könnte die Entscheidung von Facebook weitreichende Folgen haben. Das Vorhaben weiterhin zu den Marktführern zu gehören, ist damit gefährdet. Smartphones haben sich 2018 für den Konzern zum größten Umsatzbringer auf dem asiatischen und dem europäischen erwiesen.

Update vom 07.06.19: Google bemüht sich um Erlaubnis, weiter mit Huawei zu arbeiten

Laut einem Zeitungsbericht strebt Google eine Erlaubnis mit der US-Regierung an, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzern im Geschäft zu bleiben. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android versorgen zu dürfen, schrieb die Financial Times am Freitag. Der Internet-Konzern argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre, hieß es unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Die USA hatten Mitte Mai Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen. Wer US-Technik an Huawei verkaufen oder transferieren will, muss eine Lizenz erwerben. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsinteressen berührt sind.

Wie die Bild am Freitag (07.06.19) berichtet, darf Huawei Apps wie WhatsApp, Facebook und Instagram nicht mehr auf seinen Smartphones vorinstallieren. Bild bezieht sich auf die Nachrichtenagentur Reuters. Danach hätte der US-Konzern Facebook die Installation Huawei untersagt.

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Update vom 31.05.2019: Telekom zieht Konsequenz aus Streit um Whatsapp auf Huawei-Smartphones

Die Deutsche Telekom hat auf den Streit um Huawei und WhatsApp reagiert. Das Unternehmen distanziert sich laut einem Bericht des Handelsblatts von dem chinesischen Mobilfunkunternehmen.

Es ging eine Mitteilung an die Mitarbeiter des Unternehmens. Danach sollen sie keine Huawei-Geräte mehr als Diensthandys nutzen. Es gebe zwar kein Verbot einer Anschaffung, aber es werde davon abgeraten, sich ein Smartphone von Huawei zu besorgen.

WhatsApp bei Huawei vor dem Aus?

Steht der Messenger WhatsApp auf Huawei-Handys vor dem Aus? Nachdem Google die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Technologiekonzern auf Druck der US-Regierung beendet hat, wird das Betriebssystem Android ab 2020 nicht mehr auf Huawei-Handys verfügbar sein.

Huawei will mit einem eigenen Betriebssystem und eigenem App-Store kontern - angeblich bis zu 60 Prozent schneller als Android. Die US-Regierung will jedoch verhindern, dass künftig amerikanische Software - "Kommunikationstechniken und Services" - auf Huawei-Handys installiert wird. Davon sind natürlich auch populäre Dienste wie WhatsApp, Facebook, Instagram und Uber betroffen, um nur einige zu nennen.

Huawei laut Trump "sehr gefährlich": Harte US-Sanktionen für Handy-Hersteller

Neben der Software-Problematik verliert Huawei auch den Zugang zu Chip-Architektur. Chip-Entwickler ARM hat die Zusammenarbeit mit Huawei bereits komplett eingestellt. Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums sprach von "wirtschaftlicher Schikane", die chinesische Regierung hat gegen die US-Sanktionen Beschwerde eingelegt. US-Präsident Trump blieb bei seinen Anschuldigungen und bezeichnete Huawei als "sehr gefährlich". Konkrete Belege dafür konnte die US-Regierung bislang nicht vorlegen. Der Geschäftsführer von Huaweis Privatkunden-Sparte, Richard Yu, sagte am Donnerstag, dass eine Version von Huaweis eigenem Betriebssystem für den internationalen Markt bis zum ersten oder zweiten Quartal 2020 bereit stehen könnte.

 

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WhatsApp ab 2020 nicht mehr auf Huawei-Handys?

Wenn WhatsApp ab 2020 tatsächlich nicht mehr auf Huawei-Smartphones verfügbar wäre, würde dies einen drastischen Einschnitt für Millionen von Huawei-Nutzern bedeuten. Der Messenger ist für die meisten Smartphone-User als Kommunikationsmittel der Wahl nicht mehr wegzudenken. Wie weit die US-Sanktionen gegen Huawei tatsächlich gehen werden und ob das Verbot amerikanischer "Kommunikationstechniken und Services" wirklich kommt, bleibt abzuwarten. Allerdings sieht es für Huawei-Nutzer derzeit nicht gut aus. red/mit dpa