Wer den Vertragspreis für Gas von den Weltmarktpreisen für Öl und Ölprodukte abkoppeln wolle, gefährde die internationale Energiesicherheit, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Abschlusserklärung.

Statt langfristige Lieferverträge einzugehen, würden sich viele Unternehmen lieber flexibel an den Spotmärkten mit billigerem Gas eindecken.

Das Forum Gas exportierender Länder (GECF) war 2008 in Moskau gegründet worden. Dem eher locker organisierten Bündnis, das zwei Drittel der weltweit bekannten Gasvorräte besitzt, gehören unter anderem Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

Zu dem Treffen waren unter anderem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sowie Evo Morales aus Bolivien und der Iraner Mahmud Ahmadinedschad angereist.

Gastgeber und Kremlchef Wladimir Putin betonte, er sehe das Forum vor allem als Diskussionsplattform. «Wir setzen uns nicht das Ziel, Kartellabsprachen zu treffen oder ein Kartell zu gründen», sagte er der Agentur Ria Nowosti zufolge.

Anders als die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) lege das GECF keine Förderquoten fest, um die Preisbildung zu beeinflussen. Putin räumte ein, dass die Gasexporteure auf gegenseitige Absprache hin Projekte starten oder aussetzen könnten.

Das nächste Treffen der GECF soll im Iran stattfinden.