Oldenburg in Oldenburg
Schlachthofskandal in Oldenburg

Wegen Tierquälerei: Ikea schmeißt Lieferanten von Hotdog-Würstchen raus

Möbelriese Ikea reagiert auf einen Enthüllungsbericht über einen Schlachthofskandal in Oldenburg und schmeißt seinen Lieferanten für Hotdog-Würstchen raus. Das Unternehmen distanziert sich damit von der Tierquälerei, die dem Schlachthof zur Last gelegt wird.
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Die Möbelhauskette Ikea trennt sich von ihrem Lieferanten von Hotdog-Würstchen. Damit reagiert das Unternehmen auf den Vorwurf der Tierquälerei eines Schlachthofes in Oldenburg. Symbolfoto: pixabay.com
Die Möbelhauskette Ikea trennt sich von ihrem Lieferanten von Hotdog-Würstchen. Damit reagiert das Unternehmen auf den Vorwurf der Tierquälerei eines Schlachthofes in Oldenburg. Symbolfoto: pixabay.com

Der Möbelhaus-Riese Ikea wirft die Hotdog-Würstchen des Lieferanten Goldschmaus aus ihren deutschen Filialen raus. Ikea reagiert damit auf einen Schlachthofskandal in Oldenburg.

Weil Ikea nicht ausschließen kann, dass die Gruppe Goldschmaus Rindfleisch aus einem Schlachthof in Oldenburg bezog, der wegen Tierquälerei geschlossen wurde, teilt das Unternehmen diesen Schritt mit. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, wurden mittlerweile alle verdächtigen Produkte aus den Einrichtungshäusern genommen - als Vorsichtsmaßnahme. In den Hotdog-Würstchen sei ein geringer Teil Rindfleisch enthalten.

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"Fakt", das ARD-Magazin, hatte zuerst über den Fall berichtet. Am Dienstag erklärte dann Ikea, dass sie als umweltbewusstes und nachhaltig arbeitendes Unternehmen hohe Ansprüche an die verantwortungsbewusste Produktion der verwendeten Rohstoffe stellt. "Wir bei Ikea sind davon überzeugt, dass Tiere in unserer Lieferkette ein Recht auf ein artgerechtes Leben haben" , zitiert die AFP die Möbelhauskette. Weiterhin sei das Unternehmen "sehr enttäuscht" über die Arbeit der in einem Video gezeigten Tierärzte, die ihrem Auftrag offensichtlich nicht gerecht worden seien.

Auch die Fast-Food-Kette McDonalds soll von dem Schlachthof in Oldenburg beliefert worden sein, wie das Magazin "Fakt" bestätigte. Dieses Geschäftsverhältnis besteht jedoch seit 2017 nicht mehr, wie die AFP meldet.

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