Mit einer Rekordbilanz im Rücken steuert Volkswagen auf spannende Wochen zu: Europas größter Autobauer will bis Ende April die gesamte Macht bei seiner schwedischen Lastwagen-Tochter Scania an sich ziehen. Doch erste Fragezeichen tauchen schon auf.

Zwei institutionelle Scania-Anleger wollen das 6,7-Milliarden-Euro Angebot der Wolfsburger ablehnen, wie die Zeitung «Dagens Nyheter» am Samstag berichtete. Eine Vereinigung von privaten Anlegern hingegen begrüßte das Angebot. «Wir haben es aber noch nicht geprüft», sagte Carl Rosén vom Verband schwedischer Aktionäre dem «Svenska Dagbldadet».

Scania solle nicht während des laufenden Geschäftszyklus verkauft werden, zitierte «Dagens Nyheter» etwa den Versicherungs- und Finanzdienstleister Skandia Liv, der zu den größten Anteilseignern gehört. Weitere Aktionäre erklärten, das Angebot prüfen zu wollen. Scania teilte am Sonntag zudem mit, dass ein unabhängiges Komitee damit beauftragt werden solle, die Offerte zu bewerten.