Wiesbaden

Vor der Pandemie: Immer größere Büroimmobilien gebaut

Überall entsthen neue Bürogebäude, aber werden sie nach der Corona-Pandemie gebraucht? Ein Einbruch am Markt für Büroimmobilien ist aber bisher ausgeblieben, denn viele Mietverträge laufen langfristig.
 
Büros in Berlin
Viele große Büros sind derzeit nut spärlich besetzt. Während der Corona-Pandemie arbeiten etliche Mitarbeiter im Homeoffice. Foto: Michael Kappeler/dpa

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie hat der Bau neuer Büro- und Verwaltungsgebäude einen kräftigen Aufschwung erlebt.

So wurden 2019 bundesweit rund 1800 Bürogebäude errichtet. Das sei der höchste Stand binnen zehn Jahren und ein Anstieg gegenüber 2009 um vier Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im selben Zeitraum sei auch die Nutzungsfläche fertiggestellter Büroimmobilien deutlich um acht Prozent auf zuletzt 2,9 Millionen Quadratmeter gewachsen.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich, dass Unternehmen immer üppigere Gebäude für ihre Beschäftigten bauten: Ein Bürogebäude besaß 2019 eine durchschnittliche Nutzungsfläche von 1620 Quadratmetern, das waren 16 Prozent mehr als 1999.

Ähnlich wie bei Wohnungen hat auch der Markt für Büros über Jahre einen Boom erlebt, wenngleich 2019 rund 60 Mal mehr Wohnhäuser als Bürogebäude gebaut wurden, wie die Statistiker feststellten. Die durchschnittlichen Mieten für Büros stiegen im Aufschwung, in manchen Metropolen wurden Flächen in begehrten Lagen knapp. Nun überlegen einige Unternehmen in der Pandemie, angesichts des Trends zu Homeoffice, Büroflächen einzusparen. Ein Einbruch am Markt für Büroimmobilien ist aber bisher ausgeblieben, denn viele Mietverträge laufen langfristig.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-885392/2

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