Wolfsburg

Volkswagen: Zoll-Eskalation USA/EU schadet beiden Seiten

Der VW-Konzern hat nach der US-Entscheidung für Strafzölle auf Stahl und Aluminium vor einer gefährlichen Eskalation gegenseitiger Vergeltungsschritte zwischen Amerika und Europa gewarnt.
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VW-Fahrzeuge
Mehrere tausend gebrauchte VW-Fahrzeuge stehen auf einem Parkplatz im US-Bundesstaat Michigan (Archiv).

An deren Ende werde es keinen Gewinner geben, erklärte der weltgrößte Autokonzern in Wolfsburg. Im Gegenteil würden beide Seiten Schaden nehmen. Die hohen Abgaben auf Stahl und Aluminium nahm Volkswagen mit «Bedauern und Sorge» zur Kenntnis.

Der Autobauer rief dazu auf, den politischen Dialog zwischen den USA und der EU fortzusetzen - man unterstütze freien und fairen Handel. «Die Erfahrung zeigt: Einseitiger Protektionismus hat langfristig niemandem geholfen», hieß es. Die Autobranche mit ihren langfristigen Produktzyklen sei auf verlässliche internationale Rahmenbedingungen angewiesen. Um beiderseitige Handelshemmnisse abzubauen, würde Volkswagen es «außerordentlich begrüßen», wenn die Verhandlungen über ein transatlantisches Handelsabkommen wieder aufgenommen würden.

Die von den USA auf Einfuhren von Stahl und Aluminium aus der EU verhängten Strafzölle sind seit Freitag in Kraft. Auf Importe werden 25 Prozent bei Stahl und 10 Prozent bei Aluminium fällig. Beide Rohstoffe sind auch für Autobauer wichtig, etwa für Karosserien.

Beobachter fürchten, dass US-Präsident Donald Trump nach einem Zurückschlagen der EU auch Autoimporte mit höheren Zöllen belegen könnte. Dies dürfte vor allem deutsche Autohersteller, für die die USA ein wichtiger Markt sind, empfindlich treffen.



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