Demnach kostete ein herkömmlicher Verbrauch (20 000 Kilowattstunden) im Jahr 2010 noch durchschnittlich 1306 Euro, vergangenes Jahr schlug dieselbe Menge schon mit 1648 Euro zu Buche. Verbraucher mit Gasheizungen kamen spürbar günstiger davon. Diese Heizart kostete mit demselben Verbrauch 2010 durchschnittlich 1195 Euro. 2011 stiegen die Kosten um etwa vier Prozent auf 1241 Euro - vergleichsweise moderat gegenüber Öl.

Laut Verivox droht dieser Trend anzuhalten. «Ein Ende dieser Aufwärtsbewegung ist nicht abzusehen, da die Rohölpreise eher steigen als sinken werden», schreibt das Portal. Doch auch die Alternative Gas werde wohl absehbar teurer. «Die Verbraucher mit Gasanschlüssen haben im Vergleich mit Heizölkunden die geringeren Heizkosten, doch der Trend zeigt auch hier eindeutig nach oben», erklärte der Leiter des Bereiches Energiewirtschaft bei Verivox, Peter Reese.

Das Verbraucherportal Verivox verdient sein Geld im Kern mit der Vermittlung von Kunden, die wechselwillig sind. Seit seiner Gründung 1998 hat Verivox eigenen Angaben zufolge mehr als vier Millionen Verbrauchern beim Anbieterwechsel geholfen. Das Geschäftsmodell scheint sehr lukrativ: Nach etwa sechs Millionen Euro Gewinn im Jahr 2009 blieben 2010 schon rund 17,5 Millionen Euro, fast eine Verdreifachung. Die Umsätze stiegen um 64 Prozent.