Wie das Magazin «Wirtschaftswoche» berichtet, kamen jetzt Vale-Chef Murilo Ferreira und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff zusammen, um sich über die Verhandlungsposition gegenüber ThyssenKrupp zu einigen.

Ein Sprecher des verkaufswilligen Essener Stahlkonzerns sagte am Samstag auf Anfrage lediglich, man sei «selbstverständlich» mit Vale im Gespräch. Es gelte weiter die Aussage, dass ThyssenKrupp für das Stahlwerk «strategische Optionen in alle Richtungen» prüfe. Das brasilianische Bergbau-Unternehmen hält bereits 27 Prozent an dem erst vor zwei Jahren eröffneten Werk, das rund 80 Kilometer westlich von Rio de Janeiro in der Bucht von Sepetiba liegt.

Die Anlage in Brasilien hat sich gemeinsam mit einem ebenfalls neu eröffneten Werk in den USA als Milliardengrab erwiesen. Für den Standort im US-Bundesstaat Alabama interessiert sich laut «Wirtschaftswoche» der südkoreanische Stahlkonzern Posco.

IG-Metall-Vorstandsmitglied Bertin Eichler sagte dem Magazin, für seine Gewerkschaft habe die Sicherung der Arbeitsplätze in Deutschland oberste Priorität. «Die IG-Metall wird alles dafür tun, dass die Stahlmitarbeiter von ThyssenKrupp in Duisburg nicht für Fehlinvestitionen des Konzerns in Übersee zahlen», sagte er mit Blick auf die Verluste im amerikanischen Stahlgeschäft.