Es gehe ihm jedoch nicht um die Abschaffung der bewährten Universalbanken, betonte Weidmann im Interview der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt: «Mein Punkt ist, dass bei einer wohlüberlegten Herauslösung bestimmter riskanter Geschäfte der volkswirtschaftliche Nutzen überwiegt.»

Eine elfköpfige EU-Expertengruppe unter Leitung des finnischen Notenbankchefs Erkki Liikanen hatte im Oktober Vorschläge für ein Trennbankensystem vorgestellt. Riskante Teile des Investmentbankings sollen demnach rechtlich strikt vom Kredit- und Einlagengeschäft getrennt werden. Das soll verhindern, dass Banken Verluste aus riskanten Geschäften mit dem Ersparten ihrer Kunden ausgleichen und letztlich die Steuerzahler wankende Banken retten müssen.