Für ihn ist es nicht nur der Tag des Urteils, sondern nach mehr als 400 Tagen Untersuchungshaft auch der Tag der Freiheit. Der Tag, an dem er seine beiden kleinen Kinder wieder in die Arme schließen kann.

Zwei Jahre und sieben Monate lautet das Urteil der Kammer, die es als erwiesen ansieht, dass der einschlägig vorbestrafte Frick im Mai 2012 drei abseitige Aktien in seinem Börsenbrief gegen Bezahlung hochgejubelt hat. Für jede überteuert verkaufte Aktie etwa des französischen Shoppingportals Letsbuyit kassierte der frühere Börsen-TV-Moderator Frick von seinen Auftraggebern ab einem bestimmten Kurswert einen Euro oder mehr, zusammen waren es 1,9 Millionen Euro. Das Geld habe er in bar angenommen, hat Frick schon zu einem frühen Zeitpunkt des Prozesses gestanden.