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Wirtschaftliche Probleme durch das Coronavirus: So können Sie kleine Unternehmen beim Überleben helfen

Je länger die Corona-Krise dauert, desto größere finanzielle Herausforderungen bringt sie mit sich: Gerade kleinere Unternehmen und Betriebe blicken in eine ungewisse Zukunft. Doch jeder kann jetzt helfen - Wie? Das erfahren Sie hier.
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Geschäfte müssen mit schweren finanziellen Einbußen rechnen. Foto: Markus Scholz/dpa
Geschäfte müssen mit schweren finanziellen Einbußen rechnen. Foto: Markus Scholz/dpa

In Deutschland herrscht seit Tagen eine Ausnahmesituation: Menschen sollen ihr Haus so wenig wie möglich verlassen, Geschäfte müssen geschlossen bleiben, Gastronomien sind stark eingeschränkt und viele Arbeitnehmer bangen um ihre Zukunft. Die Coronakrise bringt weitreichende wirtschaftliche Probleme mit sich - das merken gerade kleine Unternehmen und Betriebe.

Durch die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus verschärft sich die Lage für kleinere Unternehmen zunehmend.  Um wirtschaftlich überleben zu können, benötigt es zwei wichtige Faktoren, die sich gegenseitig bedingen: Angebot und Nachfrage. Gerade kleinere Unternehmen sind auf regelmäßige und beständige Nachfrage angewiesen, sonst droht Insolvenz. Wie diesen nun geholfen werden kann, hat inFranken.de in drei Tipps für Sie zusammengefasst.

Tipp 1: Online-Shops und Gutscheine

Keine Überraschung: Wer in Geldknappheit gerät, braucht Geld. Das gilt auch für kleinere Unternehmen. Cafés, Kneipen, Bars und Restaurants sind dringend auf ihre Kunden und Einnahmen angewiesen. Diese werden nun geringer oder entfallen ganz.

 

Um dem entgegen zu wirken, bietet sich der Kauf von Gutscheinen an. Somit bekommt das Unternehmen eine finanzielle Spritze und der Gutschein kann später, wenn er gebraucht wird, für etwas nützlich Erscheinendes verwendet werden.

Viele kleine Läden verfügen zudem über Online-Shops, in denen sie ihre Produkte zum Verkauf anbieten. Da Bestellungen noch angenommen werden können, ist der Kauf über diesen Shop eine gute Hilfe für das Geschäft, den Laden oder das Unternehmen. Vorerst sind zwar alle gastronomischen Betriebe in Bayern geschlossen, aber es bleibt abzuwarten, wie die Politik Anfang April neu darüber entscheidet.

Tipp 2: Trinkgeld, Spende und Verschiebung

Lieferdienste stehen aktuell ebenfalls vor großen finanziellen Herausforderungen. Denn ohne Kunden kann nichts ausgeliefert werden. Wer eine Bestellung aufgibt und den Service wertschätzen möchte, der sollte auf Trinkgeld zurückgreifen. Allgemein ist dieses Verhalten bereits üblich, doch je höher das Trinkgeld ausfällt, desto mehr wird der Lieferdienst unterstützt und kann auch weiterhin seine Waren verteilen.

 

Auch Friseure und Masseure trifft die Corona-Krise stark. Der Betrieb wird beschränkt, viele bereits eingeplante Termine können nicht wahrgenommen werden. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, den Termin direkt abzusagen. Hilfreicher ist eine Verschiebung des Termins: So kann das Unternehmen direkt wieder mit Kunden planen. Auch in diesen Fällen bleibt abzuwarten, ob Friseure schon bald wieder öffnen können.

Die Verbreitung des Coronavirus hat außerdem zur Absage von sämtlichen Aufführungen und Konzerten geführt. Es ist ein Verlustgeschäft für alle Beteiligten, fest einberechnete Umsätze fallen weg. Werden die Tickets rückerstattet, kann das Geld an die Institution gespendet werden. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Auftritt verschoben und für einen späteren Termin angesetzt werden kann.

Tipp 3: Höflichkeit und Hilfe

Ein Aspekt, der gerade in schwereren Situationen, aber auch allgemein anwendbar ist: Mitgefühl. Statt über mangelnde Ware oder verspätet geliefertes Essen zu klagen, ist Mitgefühl eine bessere Lösung. Oft hilft es bereits, den Menschen aufrichtig ein Lob auszusprechen. Für die Leistung, die sie bringen und für das Durchhaltevermögen. Natürlich gehen dadurch finanzielle Sorgen nicht verloren - dafür wird neuer Mut und neue Kraft gewonnen.

Um die Lage des Geschäfts positiv zu beeinflussen, gibt es verschiedene Wege. Wer eine ganz konkrete Idee zur Entschärfung und Verbesserung der Situation möchte, der fragt am besten direkt vor Ort nach. Sicher wissen Mitarbeiter und Inhaber, wo, wie und in welcher Form Hilfe benötigt wird.

Ganz allgemein gilt zudem, sich weiterhin über das Coronavirus, seine Verbreitung und dem Schutz davor zu informieren. Aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus, die Lage in Franken, Deutschland und der ganzen Welt finden Sie im Live-Ticker von infranken.de. Je früher der Normalbetrieb wieder losgehen kann, desto eher entspannt sich die Situation - auch für kleinere Unternehmen.