Durch die Abspaltung könne sich der Konzern auf Film und Fernsehen konzentrieren, begründete Firmenchef Jeff Bewkes am späten Mittwoch (Ortszeit) in New York den Schritt. Der Umbau soll bis zum Ende des Jahres über die Bühne gehen.

Die Trennung kommt nicht überraschend. Bereits vor drei Wochen hatten US-Medien darüber berichtet, dass Time Warner einen Käufer für seine Verlagssparte suche. Zu dem Standbein, das dem Konzern einen Teil seines Namens gab, gehören traditionsreiche amerikanische Magazine wie «Time», «Sports Illustrated» oder «Fortune».

Time Inc. hat mit der Abwanderung von Lesern und Anzeigen ins Internet zu kämpfen. Der Verlag hatte angekündigt, fast 500 seiner 8000 Jobs zu streichen. Der Umsatz der Magazinsparte war im vergangenen Jahr um 7 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro) geschrumpft. Der operative Gewinn bröckelte um 25 Prozent auf 420 Millionen Dollar.