«Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät», sagte Schäuble der «Wirtschaftswoche». Anderenfalls würden «Banken mit riskanten Geschäften fette Gewinne machen, aber im Fall eines Scheiterns dann die Verluste der Allgemeinheit aufbürden.» Und: «Das darf nicht sein.»

Schäuble nahm Dijsselbloem, der für ähnliche Äußerungen kritisiert worden war, in Schutz. «Herr Dijsselbloem ist in der Substanz zu Unrecht gescholten worden. Und auch nicht von mir.»

Einen Nachschlag der Eurozone für die Rettung Zyperns vor

einer Pleite wird es nach Schäubles Worten nicht geben: «Mehr

als (die beschlossenen) zehn Milliarden Euro Darlehen sind nicht drin.» Sonst sei die «Schuldentragfähigkeit Zyperns nicht

gewährleistet». Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) gehen von einem kurzfristigen Finanzbedarf von 23 Milliarden Euro brutto aus - bis zum ersten Quartal 2016. Bisher war von gut 17 Milliarden die Rede.