Der in den vergangenen Monaten stark unter Druck geratene Rubel erholte sich kurzzeitig. Russlands oberste Währungshüter hatten bereits Ende Juli den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte heraufgesetzt und weitere Steigerungen nicht ausgeschlossen, sollten negative geopolitische Faktoren die Geldpolitik belasten.

Analysten rechneten aber nicht mit einer derart starken Anhebung, wie es in Moskauer Branchenkreisen hieß. Experten wiesen auf ein «hohes Risiko» für die russische Wirtschaft hin, wenngleich die härtere Geldpolitik die Inflation drücken dürfte. Höhere Zinsen verteuern Kredite, was die Konjunktur belasten kann.