Franken
Rückruf-Ticker

Rückruf von Babylotion: dm-Produkt kann Entzündungen begünstigen

Der Drogeriemarkt dm ruft eine Alverde-Babylotion zurück. Das Produkt kann Entzündungen begünstigen. Alle Informationen finden Sie im Rückruf-Ticker von inFranken.de.
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In einer Alverde-Babylotion von dm befinden sich womöglich Hefen, die Entzündungen begünstigen.  Grafik: inFranken.de
In einer Alverde-Babylotion von dm befinden sich womöglich Hefen, die Entzündungen begünstigen. Grafik: inFranken.de
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Deutschlandweit werden täglich die verschiedensten Produkte und Lebensmittel wegen möglicher Gesundheitsgefahren zurückgerufen. Oftmals geraten während der Produktion Fremdkörper wie, Glas, Holz oder Metall in die Nahrungsmittel und gefährden die Gesundheit der Konsumenten:

Bisweilen werden Reinigungsrückstände in Lebensmitteln festgestellt, mitunter geht von Spielzeug eine Gefährdung durch verschluckbare Kleinteile aus. In unserem Rückruf-Ticker halten wir Sie über aktuelle Rückrufe in ganz Deutschland auf dem neuesten Stand.

Update vom 26.1.2020: DM ruft Babylotion zurück

"Vorsorglich" ruft der Drogeriemarkt dm den Artikel "alverde Baby Pflegelotion Bio-Sheabutter Bio-Kamille" zurück. Laut Herstelle könne nicht ausgeschlossen werden, dass in dem Produkt vereinzelt Hefen enthalten sind. Bei empfindlicher Haut kann das Produkt dadurch Entzündungen begünstigen. Weil es sich um ein Babyprodukt handelt, habe sich dm entschieden, das Produkt vorsorglich zurückzurufen, unabhängig vom Mindesthaltbarkeitsdatum.

Update am 25.01.2020: Nuss-Schinken in Franken verkauft - Rückruf durch "Waldenserhof"

Der Nuss-Schinken des Herstellers "Waldenserhof" mit Haltbarkeit zum 3.2.2020 wird zurückgerufen. In dem Produkt wurden Listerien nachgewiesen (Listeria monocytogenes).

Wie das Unternehmen mitteilt, werden neben dem Produkt aus "Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes" auch alle anderen Produkte der Firma (Fleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen und Milcherzeugnisse) zurückgerufen.

Menschen, die den Nuss-Schinken gegessen haben, und entsprechende Symptome entwickeln, sollen einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Listerien-Infektion hinweisen.

Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann, sogar ohne Symptome, das ungeborene Kind geschädigt werden.

Schwangere, die dieses Lebensmittel gegessen haben, sollten sich auch ohne Symptome in ärztliche Behandlung begeben und sich beraten lassen. Für andere Personen ohne Symptome ist dies nicht sinnvoll.

Rückruf am 24.01.2020: Erhöhtes Hautkrebsrisiko - EU nimmt Medikament vom Markt

Die "Europäische Kommission" warnt aktuell vor einem Medikament: "Picato" könnte im Zusammenhang mit erhöhtem Hautkrebsrisiko stehen.

An dieser Warnung verwundert, dass "Picato" eigentlich Vorstufen von Hautkrebs behandeln soll. Konkret geht es um den Wirkstoff "Ingenolmebutat". Dieser soll laut dem "Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)" schädlich für die Gesundheit sein.

"Picato" ist ein Gel: Es wird prinzipiell zur Behandlung von "aktinischer Keratosen" und Vorstufen von Hautkrebs verwendet. Die "Europäische Kommission" hat jüngst angeordnet, die Zulassungen für das Medikament ruhen zu lassen.

Aktuell prüft der "Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC)" die Datenlage zu Hautkrebspatienten, die "Picato" verwendet haben. Bisher zeigten Probanden der Untersuchung ein höheres Hautkrebsrisiko, falls die entsprechenden Stellen der Haut mit "Picato" behandelt wurden.

Das "Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte" rät Patienten derzeit:

  • Solange die Daten durch den "PRAC" geprüft werden, sollten Hautkrebspatienten nicht das Produkt "Locato" verwenden.
  • Patienten sollten auf ungewöhnliche Hautauswucherungen und Hautveränderungen achten. Beim Auftreten neuer Hautveränderungen sollten Sie umgehend einen Facharzt aufsuchen.

Rückruf am 23.01.2020: Nudel-Rückruf - Hersteller warnt vor Salmonellen

Aktuell werden mehrere Nudelprodukte zurückgerufen. Der Hersteller "Nudelmanufaktur Dieterich/Hohenloher Landnudeln" warnt vor der Gesundheitsgefahr, die davon ausgeht. Die verschiedenen Nudelsorten sind möglicherweise durch Salmonellen kontaminiert. Folgende Artikel sind betroffen:

  • Produkt: Nudeln mit 35 Prozent Ei
  • Sorten: "Bandnudel N°9", "Bandnudel N°15", "Wellenband", "Spirelli", "Spaghetti", "Schneckle"
  • Formate: 250-Gramm-Packungen und 500-Gramm-Packungen
  • Chargennummer: "L1046"
  • Mindesthaltbarkeitdatum (MHD): bis Oktober 2020

Durch den Verzehr der Nudeln können folgende Symptome auftreten:

"Vom Verzehr der Produkte aus der angegebenen Produktchargen wird dringend abgeraten", berichtet das Verbraucherportal produktwarnung.eu. Die Symptome können Angaben des Rückrufs zufolge vor allem bei Kleinkindern, immungeschwächten oder älteren Menschen auftreten.

Die verschiedenen Nudelprodukte wurden insbesondere in Süddeutschland verkauft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Baden-Württemberg. Werden die Produkten entsprechend der Zubereitungsempfehlung gekocht, geht von ihnen keine Gefahr aus.

Die Nudelprodukte können zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Es wurden keinerlei Informationen dazu veröffentlicht, in welchen Supermärkten die zurückgerufenen Produkte verkauft wurden.

Rückruf am 17.01.2020: "EPIC Games" ruf "Fortnite"-Spielfiguren zurück

Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" informiert über bedenkliche Inhaltsstoffe in "Fortnite"-Spielfiguren. Schwedische Behörden konnten gesundheits- und umweltschädliche Bestandteile im verwendeten Kunststoffe der Spielzeuge entdecken.

Unter anderem konnte "Bis (2-ethylhexyl) phthalat (DEHP)" nachgewiesen werden, ein Stoff welcher die Gesundheit von Kindern schädigt und möglicherweise deren Fortpflanzungssystem beeinträchtigt. Daneben wurden noch kurzkettige "Chlorparaffine (SCCPs)" entdeckt, welche bereits in geringen Konzentrationen für Wasserorganismen giftig sind und ein Risiko für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellen. Sie werden außerdem als möglicher Auslöser für Krebs eingestuft.

In deutschen Kindergärten werden im Schnitt dreimal so hohe Belastungen durch verschiedene chemische Stoffe festgestellt, als in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt. Dies sei in Hinsicht auf die Gesundheit der Kinder besonders kritisch zu hinterfragen, heißt es laut produktwarnung.eu.

Der Rückruf im Überblick:

  • Produkt: "Spielzeugfiguren aus Kunststoff"
  • Marke. "EPIC Games", "Fortnite"
  • Name: "Battle Royale Collection"
  • Artikelnummer: 63519, 63519-00/0011-R1, Amazon-Nr "B07JKVTNM4"
  • Barcode/EAN/GTIN: "63099663519"

Rückruf am 15.01.2020: IKEA ruft Trinkbecher zurück

Wegen möglicher Chemikalien-Belastung ruft Ikea einen Trinkbecher zurück. Das Möbelhaus bittet Kunden, die den Becher "Troligtvis" mit der Bezeichnung "Made in India" gekauft haben, diesen nicht mehr zu verwenden. Zur Begründung hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch (15.01.2020): "Aktuelle Tests haben gezeigt, dass die vorgeschriebenen Grenzwerte freigesetzter Chemikalien unter Umständen überschritten werden."

Es geht um "Dibutylphthalat (DBP)" - einen Stoff, der nach Vorgaben von Ikea nicht in Produkten mit Kontakt zu Lebensmitteln vorkommen soll. Der Becher wurde seit Oktober 2019 verkauft und nun aus dem Sortiment genommen.

Kunden, die ihn gekauft haben, sollen ihn zurückbringen und bekommen auch ohne Kassenbon ihr Geld zurück. Man rufe den Becher vorsorglich zurück, "obwohl das Risiko sehr gering ist, dass es zu einer unmittelbaren negativen Auswirkung auf die Gesundheit kommt", hieß es in der Mitteilung.

Rückruf am 13.01.2020: Käse-Rückruf wegen Glassplittern

Aktuell wird ein Produkt zurückgerufen: In einer Käsesorte können sich Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Glassplitter befinden. Dabei handelt es sich um einen speziellen Weichkäse. Folgendes Produkt ist betroffen:

  • Produkt: "Erzincan Tulum Peyniri, Nomaden-Weichkäse nach türkischer Art, 45% Fett in Tr."
  • Format: 500-Gramm-Packung
  • "Los"-Kennzeichnung: "462"
  • Haltbarkeit: 15. Mai 2020

Der Weichkäse wurde in den Niederlanden hergestellt und nach Deutschland importiert. Derzeit ist jedoch unklar, in welchen Supermärkten und Discountern das Produkt verkauft wurde.

Nicht nur das Bundesamt warnt Verbraucher vor dem Käse. produktwarnung.eu weist auf die Gesundheitsgefährdung hin, falls der Käse gegessen wird. "Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glassplitter, Holz- und Kunststoffsplitter können zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen", heißt es von Seiten des Verbraucherportals.

Der Käse kann im jeweiligen Handel zurückgegeben werden.

Rückruf vom 09.01.2020: Aktueller Tee-Rückruf

Wie lebensmittelwarnungen.de, das Portal der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit meldet, müssen Hanfblüten und -blätter der Firma "Ökotopia" zurückgerufen werden. Als Grund für den Rückruf wird ein erhöhter THC-Gehalt der Kräuter genannt.

Bei einem Konsum von mehr als vier Tassen (etwa 600 Milliliter) pro Tag können gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Es wird davon abgeraten, täglich nicht mehr als die besagte Menge zu verzehren. Zudem können Sie die betroffenen Produkte auch an die Verkaufsstelle zurückbringen, bei der Sie die Kräuter erworben haben. Betroffen sind folgende Artikel:

  • Hanfblüten und -blätter kbA 40g und 500g mit den Mindesthaltbarkeitsdaten: 17. März 2022 bis zum 16. April 2022

Rückruf vom 09.01.2020: Hersteller Lubs muss Fruchtriegel wegen Schimmelpilzgift zurückrufen

Wegen erhöhtem Gehalt an "Ochratoxin A", also einem Schimmelpilzgift, müssen Fruchtriegel zurückgerufen werden. Konkret betroffen sind die Sorten Mandel-Vanille und Banane-Mandel des Herstellers "Lubs".

Dieses wurde bei Feigen, die für die Herstellung verwendet werden, benutzt. Der erhöhte Gehalt des Pilzgiftes kann krebserregend sein und zu Nierenschäden führen. Betroffen sind folgende Riegel:

  • Mandel-Vanille mit den Mindeshaltbarkeitsdaten: 14.10.2020, 11.11.2020, 12.12.2020
  • Banane-Mandel mit den Mindeshaltbarkeitsdaten: 30.09.2020, 20.10.2020, 13.11.2020, 12.12.2020

Von dem Verzehr der betroffenen Produkte wird abgeraten. Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, können dieses gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbelegs zurückgeben.