Sehr häufig stünden die versprochenen Bandbreiten der Telekom-Unternehmen dem Kunden gar nicht zur Verfügung, zitiert «Spiegel online» aus einem Vermerk des Ministeriums. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte den Bericht: «Die Unternehmen stehen nun in der Pflicht, die Versorgung ihrer Kunden ihren vertraglichen Zusagen entsprechend zu verbessern.» Und es ist dem Ministerium ernst: «Gegebenenfalls werden wir auch Vorgaben für die Unternehmen treffen müssen», ergänzte er.

Dass die versprochene Bandbreitenleistung oft in deutlichem Widerspruch zu dem steht, was beim Kunden tatsächlich ankommt, hat im April auch die Bundesnetzagentur in einer Studie ermittelt, auf deren Ergebnisse sich das Wirtschaftsministerium bezieht. Über die tatsächlich verfügbare Bandbreite der Internetzugänge ließen fast alle Anbieter die Kunden im Unklaren, stellte die Behörde fest. Nur jeder fünfte Endkunde (19,5 Prozent) hat demnach die vertraglich vereinbarte Bandbreite gemessen. 69,2 Prozent erreichten nur die Hälfte der versprochenen «Bis zu»-Bandbreite, so das Fazit.