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REWE-Rückruf: Salmonellen-Gefahr durch Hundefutter

Der Hundefutterhersteller B.A.F. Group ruft Hundefutter zurück, dass bei Rewe und toom verkauft wurde. Auch für Hundehalter besteht Gefahr. Alle Informationen finden Sie im Rückruf-Ticker von inFranken.de.
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In Deutschland werden täglich verschiedenste Produkte und Lebensmittel wegen möglicher Gesundheitsgefahren zurückgerufen. Es ist keine Seltenheit, dass sich Fremdkörper wie Glas, Holz oder Metall in Nahrungsmittel verirren: Bisweilen werden Reinigungsrückstände in Lebensmitteln festgestellt, mitunter geht von Spielzeug eine Gefährdung durch verschluckbare Kleinteile aus. In unserem Rückruf-Ticker halten wir Sie über aktuelle Rückrufe in ganz Deutschland auf dem neuesten Stand.

Rückruf vom 12.11.2019: Salmonellen in Hundefutter - auch für Menschen besteht Infektionsgefahr

Der Hundefutterhersteller B.A.F. Group warnt vor Salmonellen in einem seiner Produkte. Die Bakterien könnten über den Hund auch auf den Menschen übertragen werden, teilte das Unternehmen mit. Betroffen ist demnach das Futter "proCani Pferd pur 400g - Pure Horse" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 13. November 2020.

Das Futter wurde bei der Supermarktkette Rewe und dem zugehörigen Baumarkt toom verkauft. Kunden können betroffene Packungen mit der Batch-Nummer BAF1300130819 in allen Rewe-Filialen ohne Vorlage eines Bons zurückgeben und bekommen ihr Geld zurück.

Rückruf vom 08.11.2019: Gleich zwei große Firmen rufen Milch und Kakao zurück

Die Molkerei Weihenstephan GmbH ruft bundesweit Milch und Kakao zurück. Das teilte das Unternehmen am Freitag (8. November 2019) mit. "Ein Produktionsfehler führt vereinzelt zum vorzeitigen Verderb des Produktes, der optisch und über Geruch deutlich erkennbar ist", heißt es von Seiten des Unternehmens.

Nur wenige Stunden später hat auch die Molkerei Hochwald Foods bundesweit Frischmilch der Marke Bärenmarke wegen einer möglichen bakteriellen Verunreinigung zurückgerufen. Bei Bärenmarke soll bei Routinekontrollen bei einzelnen Packungen eine Verunreinigung mit dem Keim Bacillus Cereus festgestellt worden sein, der zu Durchfall oder Erbrechen führen könne.

Von den Rückrufen betroffen sind folgende Produkte:

  • Weihenstephan H-Milch 3,5 % in der 1-Liter-Verpackung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 8. Januar 2020
  • Weihenstephan H-Kakao in der 1-Liter-Packung mit dem MHD 19. Februar 2020
  • "Die frische Milch" von Bärenmarke mit 3,8 % und dem MHD 30. November 2019

Rückruf vom 07.11.2019: Pangasius-Fischfilets zurückgerufen - bei REWE verkauft

Aktuell werden Fischfilets zurückgerufen: Im tiefgekühlten Pangasius ist ein erhöhter Gehalt an "Chlorat" enthalten. Das teilt "Seafood Connection" am Donnerstag (7. November 2019) mit. Der erhöhte Wert wurde bei einer Kontrolle des Produkts festgestellt, wie produktwarnung.eu berichtet. "Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann nicht mit abschließender Sicherheit ausgeschlossen werden", heißt es von Seiten des Unternehmens. Der Fisch wurde bei REWE, Nah & Gut und der Firma Engert in Amberg verkauft. Betroffen ist folgendes Produkt:

  • Produkt: "Pangasiusfilet mit zugesetztem Wasser, tiefgefroren"/"Sealight"
  • Format: 800-Gramm-Beutel (Nettogewicht)
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 04. Juni 2020
  • Chargennummer: VN530VI423 SC-HL-18106

Zusätzlich Informationen zum Fisch-Rückruf erhalten Kunden im Servicebereich des Unternehmens. Die Ansprechpartner sind unter 09621/37230 erreichbar. Aktuell wird auch Milch zurückgerufen: Alle Informationen dazu im Überblick.

Rückruf vom 02.11.2019: Fleischbällchen und Frikadellen von Norma und Rewe

Update vom 07.11.2019: Weiterer Betrieb ruht: Bei Untersuchungen nach einem Listerien-Verdachtsfall in einer Fleischfirma im Oldenburger Münsterland ist ein weiterer Betrieb vorläufig stillgelegt worden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Nach einer Kontrolle des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in der Firmenzentrale in der niedersächsischen Gemeinde Essen (Kreis Cloppenburg) habe die Behörde auch hier das Ruhen der Betriebszulassung angeordnet, sagte eine Sprecherin des Landesverbraucherschutzministeriums am Mittwoch in Hannover.

Ministerium und Landesamt prüften gemeinsam den Entzug der Betriebszulassung, weil die Zuverlässigkeit des Unternehmers in Frage gestellt werde. Der Unternehmer habe nicht belegen können, dass er bei Eigenkontrollen festgestellte Listerien-Funde der amtlichen Lebensmittelkontrolle gemeldet hatte. Dazu war er nach Verstößen gegen Hygienevorschriften verpflichtet worden.

Ob weitere belastete Produkte in den Handel gekommen sind, wird nach Angaben des Ministeriums noch geprüft. Nach wie vor seien für Niedersachsen keine Listeriose-Fälle im Zusammenhang mit der Firma Fleisch-Krone Feinkost aus dem Oldenburger Land bekannt.

Update vom 06.11.2019: Keine Stellungnahme aus Zentrale des Unternehmens: Laut einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur herrscht im Fall des Listerien-Verdachts in Frikadellen der Discountkette Norma herrscht weiter Unklarheit. Von der Zentrale des Unternehmens in Nürnberg war auch am Dienstag keine Auskunft zu erhalten, wie viele der von einem Rückruf betroffenen Packungen verkauft worden sind. Am Montag hatte Norma berichtet, dass die Artikel "Gut Bartenhof Frikadelle Klassik" und "Gut Bartenhof Frikadellenbällchen" mit Mindesthaltbarkeitsdatum 5. November aus dem Verkauf genommen wurden.

Der Hersteller Fleisch-Krone Feinkost aus Niedersachsen hatte am Wochenende Fertigfrikadellen wegen des Verdachts auf Listerien zurückgerufen. Die Waren seien an Norma und Rewe geliefert worden. Die betroffenen Fleischartikel waren am 8. und 23. Oktober produziert worden. Der Rückruf erfolgte auf Druck der Behörden. Das Unternehmen stand unter verschärfter Kontrolle, weil dort bereits in der Vergangenheit Verstöße gegen Hygienerichtlinien festgestellt worden waren.

Update vom 05.11.2019: Strafanzeige gegen Fleischwarenfirma: Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg wird sich mit den Listerien-Verdachtsfällen einer Fleischwarenfabrik aus dem Kreis Vechta beschäftigen. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit habe eine Strafanzeige gegen das Unternehmen gestellt, teilte Niedersachsens Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Dienstag mit.

Bei einer Kontrolle von Landkreis und Landesamt in der Firma am vergangenen Freitag waren Hinweise auf Listerien in Fertigfrikadellen gefunden worden. Auf Druck der Behörden rief das Unternehmen die Produkte zurück. Das Unternehmen stand unter verschärfter Kontrolle, weil bereits in der Vergangenheit Verstöße gegen Hygienerichtlinien an den Standorten in den Kreisen Vechta und Cloppenburg festgestellt worden waren.