Das teilten Personalvorstand Horst Neumann und Betriebsratschef Bernd Osterloh am Donnerstag mit. Bei einer Betriebsversammlung am Stammsitz Wolfsburg wurde die Belegschaft informiert. Auch an den Standorten Braunschweig, Emden, Hannover, Salzgitter und Kassel fällt die Erfolgsbeteiligung so hoch aus wie nie zuvor. Für 2010 hatte die Prämie 4000 Euro betragen.

Neumann lobte die Kollegen für ihren besonderen Einsatz im vergangenen Jahr: «Die Volkswagen-Mannschaft hat eine hervorragende Leistung gezeigt. Das zahlt sich für jeden Tarifbeschäftigten aus.» Osterloh betonte, die Anstrengungen seien außergewöhnlich gewesen - und Überstunden sowie Sonderschichten nur ein Beispiel dafür. Der Bonus solle Ansporn für die bevorstehenden Herausforderungen sein.

«Es gibt keinen Grund, sich zufrieden zurückzulehnen. Unsere wichtigsten Zukunftsprojekte werden aktuell auf den Weg gebracht», sagte der Vorsitzende des VW-Konzernbetriebsrats. Hierzu gehöre der Modulare Querbaukasten, auf dem künftig wichtige Modelle auch bei den Töchtern basieren und mit dessen Hilfe die Produktionskosten gesenkt werden sollen. In den nächsten Monaten nehme die Arbeit bei VW nicht ab. «Und die gesamte Mannschaft wird an der erfolgreichen Umsetzung dieser Projekte mit ganzer Kraft arbeiten, weil sie auch durch die Erfolgsbeteiligung sieht, dass sich Einsatz lohnt», meinte Osterloh.

Der Konzern wies darauf hin, dass sich die neue Prämie nicht aus der im derzeitigen VW-Haustarifvertrag enthaltenen Berechnungsformel ergibt. Nach der laufenden Regelung haben die Beschäftigten der Kernmarke Anspruch auf einen Bonus von zehn Prozent des operativen Ergebnisses. Osterloh hatte angesichts des brummenden Geschäfts einen deutlichen Aufschlag verlangt. Am Montag legt Volkswagen seine Jahresbilanz vor, die Tarifgespräche starten voraussichtlich im Mai.

Bei der Premiumtochter Audi stieg die Sonderzahlung diesmal sogar auf 8251 Euro. Die rund 45 000 Tarifbeschäftigten in Deutschland bekommen dank eines Rekordgewinns damit ebenfalls eine Rekordprämie für das vorige Jahr. Personalvorstand Thomas Sigi sprach von einer «fantastischen Leistungsbereitschaft» der Audi-Truppe.

Auch Porsche zahlt seinen Mitarbeiter die höchste Prämie der Firmengeschichte: Die 8500 Tarifbeschäftigten des Sportwagenbauers, dessen Integration in den VW-Konzern wegen juristischer und steuerlicher Probleme stockt, freuen sich über 7600 Euro extra.