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Ernährung

Rapsöl im Test: Zwei Rapsöle fallen bei Stiftung Warentest durch, viele sind "gut"

Rapsöl ist gesund. Im Test von Stiftung Warentest schneiden 21 Öle mit "gut" ab. Zwei Öle fallen allerdings komplett durch. Interessant: Der Preis sagt nichts über Qualität aus.
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Rapsöl hat die ideale Fettzusammensetzung. Es ist damit sogar gesünder als Olivenöl. Im Test 2018 schneiden viele Rapsöle bei Stiftung Warentest "gut" ab - zwei jedoch fallen komplett durch. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Rapsöl hat die ideale Fettzusammensetzung. Es ist damit sogar gesünder als Olivenöl. Im Test 2018 schneiden viele Rapsöle bei Stiftung Warentest "gut" ab - zwei jedoch fallen komplett durch. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Rapsöl hat eine ideale Mischung an Fettsäuren und übertrifft darin sogar Oliven- und Sonnenblumenöl. In einem Test der Stiftung Warentest haben nun alle 13 untersuchten raffinierten Öle und auch die meisten der 10 kaltgepressten Rapsöle überzeugt - nur 2 schnitten mit der Note "mangelhaft" ab, heißt es in der Zeitschrift "test" (Ausgabe 11/2018). Gute Noten gab es vor allem für günstige kaltgepresste Öle, die 2,98 bis 3,70 Euro pro Liter kosten und bei Aldi Nord, dm, Edeka und Lidl erhältlich sind. Aber auch teurere Bio-Öle schnitten gut ab, darunter "Bio Planète" (8 Euro) und dm Bio (3,70 Euro). Bestbenotetes raffiniertes Öl ist "Rapso" (4,05 Euro).

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Was der Test auch zeigt: Der Preis verrät längst nicht, wie gut ein Rapsöl ist. Die Spanne der mit "gut" bewerteten Produkte ist enorm und reicht von 0,99 bis 16 Euro pro Liter.

Rapsöl im Test: "Verlässliche Qualität"

Alle raffinierten Rapsöle, die vom Geschmack her neutral sind, bieten verlässliche Qualität, urteilten der Tester und vergaben 13 Mal die Note "gut". Punktabzüge gab es allerdings bei jedem zweiten Öl, weil auf dem Etikett die Angabe "raffiniert" fehlt. Das sei zwar nicht Vorschrift, aber wünschenswert, so die Stiftung Warentest. Erkennbar sind solche Rapsöle trotzdem: an der helleren Farbe.

Kaltgepresstes Rapsöl: "Modriger Geschmack" inakzeptabel

Etwas mehr Unterschiede gibt es bei den kaltgepressten Rapsölen, die an der dunkleren, an Bernstein erinnernden Farbe zu erkennen sind und über einen nussigen Geschmack verfügen. 5 der 10 überprüften Sorten haben zusätzlich eine unerwünschte holzig-strohige Note. Inakzeptabel fanden die Tester zwei Öle, die einen stichig-modrigen Geschmack haben, darunter eines in Bioqualität. Dies geht meist auf eine feuchte Lagerung der Saat zurück und lässt sich im Nachhinein nicht mehr beheben - als Konsequenz gab es zweimal die Note "mangelhaft". Stiftung Warentest schreibt: "Zwei kaltgepresste Rapsöle im Test sind ungenießbar und darum mangelhaft: Sie riechen und schmecken stichig-modrig. Betroffen sind ein günstiges Öl vom Discounter und ein teures Bio-Öl."

Kaltgepresstes Rapsöl ist meist teurer

Anders als bei raffiniertem Öl dürfen Hersteller bei kaltgepresstem keine Wärme zuführen. Die Öle sind meist teurer, da die Ausbeute hier geringer ist. Kaltgepresstes Rapsöl eignet sich vor allem zum Anmachen von Salaten und Rohkost oder zum Beträufeln warmer Speisen.


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