Anfangs war das Gericht von wenigen Wochen ausgegangen. Eine einzige Rechtspflegerin prüft seit Januar, ob der Club trotz seiner Milliardenumsätze und seiner wirtschaftlichen Aktivitäten eingetragener Verein bleiben kann.

Der Wirbel um gefälschte Zahlen beim Autopreis «Lieblingsauto der Deutschen» und Berichte über Vetternwirtschaft hatten das Image des traditionsreichen Autofahrerclubs angekratzt und auch eine Debatte über seinen Vereinsstatus ins Rollen gebracht. Beim Amtsgericht ging ein Antrag auf Prüfung ein. Gegen eine negative Entscheidung des Amtsgerichts könnte der ADAC gegebenenfalls Beschwerde beim Oberlandesgericht München einlegen.

Derartige Verfahren seien höchst selten, es fehle zudem an Grundsatzurteilen, sagte Zierl. Am Registergericht in München sind 21 746 Vereine registriert. Der ADAC - mit knapp 19 Millionen Mitgliedern und 8600 Beschäftigten größter deutscher Verein - hat die Nummer 304.