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Edeka gegen Coca Cola: 120 Produkte von Bestellstopp betroffen - Coca Cola reagiert

Mehrere Händler legen sich mit dem Getränkeriesen Coca-Cola an. Vor allem Edeka empfiehlt in manchen Regionen, die Produkte des amerikanischen Herstellers aus dem Sortiment zu nehmen und die Bestellungen zu reduzieren. Diese Produkte sind betroffen.
 
Der Preiskampf zwischen Coca-Cola und Edeka könnte dazu führen, dass bald weniger Produkte der amerikanischen Marke in dem Supermarkt zu finden sind. Symbolfoto: Ferdinand Merzbach
Der Preiskampf zwischen Coca-Cola und Edeka könnte dazu führen, dass bald weniger Produkte der amerikanischen Marke in dem Supermarkt zu finden sind. Symbolfoto: Ferdinand Merzbach

Edeka gegen Coca Cola: Deutsche Händler gehen gegen die Preispolitik vom amerikanischen Hersteller Coca-Cola vor. Das berichtet Focus-Online unter Berufung auf die "Lebensmittelzeitung". So haben laut dem Magazin mehrere Edeka-Regionen ihren Kaufleuten einen Bestellstopp in unterschiedlichem Umfang empfohlen. Auch Netto scheint im Streit involviert zu sein.

Mittlerweile soll es in mehreren Geschäften bereits zu Engpässen gekommen sein. Ob der Preisstreit zu einem dauerhaften Verschwinden der Coca Cola-Produkte aus den Edeka-Märkten führen wird, ist derweil noch nicht klar. Auch sind nicht alle Filialen betroffen: Es handelt sich um eine Empfehlung - die lokalen Händler können durchaus anders reagieren. Edeka weigert sich laut Merkur mit Verweis auf Betriebsgeheimnisse, bekanntzugeben, welche Filialen im einzelnen betroffen sind.

Edeka nimmt Coca-Cola-Produkte aus Sortiment

Edeka kritisiert die Preis- und Rabattpolitik des amerikanischen Brausewasserherstellers. Edeka Nord legt deshalb ihren Märkten einen Verzicht auf rund 120 Artikel nahe. Darunter sind unter anderem folgende Produkte:

  • 1,5-Liter-Einwegflasche Coke Zero
  • die übliche 0,33-Liter-Dose
  • Vio-Artikel und Monster-Produkte

Zwar äußerte sich die Edeka nicht zu der Auseinandersetzung, aber Coca-Cola hingegen meinte, man bedauere den Schritt aufgrund langjähriger, vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit. "Wir setzen auf die weitere Partnerschaft und möchten den Dialog über die zukünftige Zusammenarbeit fortführen", zitiert Focus-Online den Lebensmittelriesen.

Edeka nutzt Marktmacht

Ähnlich wie Edeka ist der zugehörige Discounter Netto an dem Streit beteiligt. Im aktuellen Werbeprospekt wirbt Netto für das Konkurrenzprodukt Pepsi und den eigenen Energy-Drink.

Das Vorgehen von Edeka ist nicht neu. In anderen Auseinandersetzungen hatte der Markt schon Produkte der Firmen Nestle aus dem Sortiment genommen. Auch mit Kraft Heinz ist die Edeka in Streit geraten. Das Unternehmen nutzt dabei seine Marktposition aus, um die Hersteller unter Druck zu setzen.

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