Im vorigen Jahrhundert war hier richtig was los. Der Güterbahnhof war ein wirtschaftlicher Knotenpunkt für die Region zwischen Bayern und Thüringen. Stündlich ratterten schwere Waggons mit ihrem Gut an Bord über die Schienen. Die Pakethalle war voll mit Waren, Männer schufteten, im Schlachthof nebenan schlug Schweinen und Kühen ihr letztes Stündchen. Das war einmal. Zeiten ändern sich. Heute sind die Tore des Schlachthofes zu, nur ein paar Fenster stehen noch offen - zum Auslüften.


Leidenschaft entfachen

Die Schienen sind von einer samtigen Rostfläche überzogen, und das Unkraut wuchert. Da liegen nun sechs Hektar Fläche brach. Sechs Hektar, die mit ihrem morbiden Charme in einem Dornröschenschlaf schlummern und nur darauf warten, wachgeküsst zu werden.