«Das ist kein Angebot, sondern in Wirklichkeit eine Riesenforderung», sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg der Nachrichtenagentur dpa. Auf dieser Grundlage könne es keinen Abschluss geben.

Lufthansa ignoriere die bereits erbrachten Sparbeiträge der Piloten und verlange stattdessen erhebliche Opfer vom fliegenden Personal, sagte Handwerg. So koste die Aussetzung von eigentlich anstehenden Tarifstufen einen Co-Piloten bis zu 7,7 Prozent seines Gehalts. Die angebotenen Gehaltssteigerungen lägen mit jährlich 1,1 Prozent unter der Inflationsrate. Auch der Vergleich mit dem Abschluss des Bodenpersonals hinke insofern, als bei den Piloten bereits wesentlich größere Gehaltsanteile abhängig vom tatsächlichen Einsatz der Leute beziehungsweise des geschäftlichen Erfolges seien.

Nach Ablehnung des Lufthansa-Vorschlags durch die Tarifkommission am Donnerstagabend werde die VC nun verstärkt mit den Mitgliedern über den Stand der Verhandlungen kommunizieren, kündigte der VC-Sprecher an. Von Warnstreiks wollte der Gewerkschafter aber noch nicht reden. Man behalte sich allerdings jederzeit geeignete Maßnahmen vor. Die VC hat für die Piloten und Co-Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings über einen Zeitraum von zwei Jahren Gehaltssteigerungen von knapp 10 Prozent verlangt.