Auch der Duisburger Mischkonzern Haniel, der 50,01 Prozent der Celesio-Anteile besitzt, hält einen zweiten Anlauf für denkbar. Die Übernahme durch die Amerikaner sei «für alle Beteiligten die beste Option» gewesen, sagte ein Sprecher am Dienstag. Haniel hatte bereits zuvor Bedauern über den gescheiterten Deal geäußert und angekündigt, alle Optionen zu prüfen.

Das Scheitern des McKesson-Angebots war völlig überraschend gekommen. «Ich kann darüber nur spekulieren, ob Anleger einfach den Termin vergessen hatten», meinte Hammergren. «Vielleicht haben sie auch warum auch immer geglaubt, es sei mehr drin für sie.»

Analysten bewerteten das ähnlich. «Im Endeffekt werden die kleineren Aktionäre darauf spekuliert haben, dass höhere Kurse erreicht werden», sagte Lars Lusebrink von Independent Research. Zu hoch gepokert habe aber wohl auch der US-Hedgefonds Elliott, der sich kurzfristig bei Celesio eingekauft hatte, um seine Anteile anschließend teuer an McKesson weiterzugeben. Zuletzt hatten sich beide Seiten allerdings auf einen Kaufpreis geeinigt.