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Wiesbaden
Konsumverhalten

Nach Klopapier: Diese Produkte sind momentan stark nachgefragt

Insbesondere im März waren Hamsterkäufe während der Corona-Krise beliebt. Neben Nahrungsmitteln wurde vor allem Toilettenpapier gehamstert. Inzwischen hat sich die Lage in den Supermärkten etwas entspannt. Nun wurden Zahlen veröffentlicht, wie sich der Absatz einiger Produkte entwickelt hat.
 
Zu Zeiten des Coronavirus haben zahlreiche Menschen Klopapier gehamstert. Zuletzt wurden 700 Prozent mehr Toilettenpapier verkauft. Foto: Rene Traut/dpa
Klopapier wird derzeit in deutlich geringerem Ausmaß gekauft als noch im März. Foto: Rene Traut/dpa

Die Corona-Krise hat in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens ihre Spuren hinterlassen. Das wird auch am Einkaufsverhalten sichtbar. Gerade im März erlebten einige Produkte einen unerwarteten Aufschwung. Das statistische Bundesamt hat nun konkrete Zahlen veröffentlicht.

In der veröffentlichten Statistik wird der Absatz eines Produktes in der jeweiligen Kalenderwoche mit dem  durchschnittlichen Absatz des Produktes aus dem Zeitraum August 2019 bis Januar 2020 verglichen. Dabei ergeben sich teils bemerkenswerte Unterschiede.

Klopapier, Mehl, Reis: "Hamsterprodukte" inzwischen weniger populär

Zu Beginn der Coronakrise in Deutschland kam es zu einem unerwartet hohen Maß an Toilettenpapierkäufen. Leere Klopapierregale waren keine Seltenheit. Inzwischen ist das Interesse abgeflacht. Nach dem rasanten Anstieg mit einem Höchstwert in Kalenderwoche 12 ( + 211 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum) ist die Kurve schnell gefallen. Seit einigen Wochen liegt der wöchentliche Absatz unter dem Durchschnitt von August 2019 bis Januar 2020. In der Woche vom 11. Mai bis zum 17. Mai wurde ein Minus von 28 Prozent festgestellt.

Ähnlich ist der Trend bei Mehl, Teigwaren und Reis. Diese Produkte erlebten in Kalenderwoche elf und zwölf ihren Höhepunkt. Kurz darauf gingen die Zahlen zurück, teilweise liegen sie nun knapp über oder deutlich unter dem Vergleichswert. In der Woche vom 16. März bis zum 22. März (KW 12) wurden außerdem deutlich mehr Kondome* verkauft (+ 56 Prozent). Es war jedoch der einzige größere Ausreißer, seither liegen die Zahlen wieder etwa im Durchschnitt. Auch Hefe, vor allem Trockenhefe* wurde zeitweise stark nachgefragt. 

Auf den ersten Blick überrascht der scheinbar nicht überdurchschnittlich hohe Alkoholkonsum. Allerdings muss beachtet werden, dass in der Weihnachtszeit sehr viel Glühwein, Glühbier und weitere alkoholische Getränke getrunken werden. So wird der Durchschnitt über den gesamten Zeitraum von August 2019 bis Januar 2020 nach oben gedrückt. Sichtbar werden in der Grafik vor allem die Feiertage: so kam es kurz vor Ostern zu einem Anstieg im Vergleich zu den Vorwochen. Auch kurz vor Christi Himmelfahrt, auch als Vatertag bekannt, liegen die Werte über dem Durchschnitt.

Hygieneartikel nach wie vor im Trend

Seife und Desinfektionsmittel* erlebten ebenfalls einen Hype: Besonders im März konnte ein starker Absatz verzeichnet werden. Inzwischen ist der Trend rückläufig, allerdings liegen die Werte weiter über den durchschnittlichen Verkauf im Zeitraum von August 2019 bis Januar 2020. Nach Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion in Heinsberg Anfang März wurde mehr als siebenmal so viel Desinfektionsmittel gekauft wie üblich. Auch in der Kalenderwoche 20 (11. Mai bis 17. Mai 2020) konnte Desinfektionsmittel ein Plus von 152 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum aufweisen.

In der Kalenderwoche 12, noch kurz vor dem bundesweiten Kontaktverbot, war der Seifenkonsum höher als die vorhergehenden und den folgenden Wochen (+ 337 Prozent). Inzwischen nähert sich die Zahl wieder dem durchschnittlichen Wert, in der Kalenderwoche 20 wurde ein Plus von 38 Prozent verzeichnet.

 

 

 

 

 

 

 

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