Das sagte Firmenchef Jacob De Geer der dpa. «Wir wollen verstärkt einen Rundum-Service für Händler anbieten.» Er könne sich dafür auch Zukäufe vorstellen.

Bei der internationalen Expansion habe iZettle dagegen inzwischen auf die Bremse getreten. «Nach dem Start in Brasilien hatten wir das Gefühl, dass wir eine Größe erreicht haben, die wir erst einmal verdauen müssen», sagte De Geer. Bisher ist iZettle in neun Ländern aktiv. Darunter sind neben Schweden und Deutschland auch Großbritannien, Spanien und Mexiko.

Die Firma bietet bisher vor allem die Möglichkeit, mit kleinen Zusatzgeräten Kartenzahlungen auf Smartphones und Tablets anzunehmen. Unter den Rivalen sind der US-Bezahldienst PayPal sowie die deutschen Konkurrenten SumUp und Payleven. Sie lieferten sich im vergangenen Jahr einen regelrechten Wettlauf um den Start in immer neuen Ländern. Inzwischen hat das Expansionstempo nachgelassen. Das Service-Angebot zusätzlich zum reinen Bezahlvorgang gilt dagegen als wichtiges Zukunftsfeld.

Der Branchenpionier Square beschränkt sich bisher auf den Heimatmarkt USA und Japan. Die Wahrscheinlichkeit, dass iZettle im lukrativen Riesenmarkt USA angreifen könnte, ist laut De Geer bisher gering: «Von den Geschäftsaussichten her würden mir 120 andere Länder einfallen, in die wir vorher gehen sollten.» In US-Medien wurde jüngst spekuliert, das Geschäft von Square laufe schwierig.

Mit der neuen Finanzierungsrunde von Freitag holte sich iZettle bisher insgesamt 80 Millionen Euro bei Investoren. Das Unternehmen machte keine Angaben zur aktuellen Firmenbewertung. Die Londoner Finanzfirma Zouk Capital, von der ein großer Teil des Geldes kommt, bekommt einen Sitz im Verwaltungsrat.