Frankfurt/Main

Dax legt zum Verfallstermin am «Hexensabbat» deutlich zu

Verfallstermine zum sogenannten Hexensabbat haben den Dax am Freitag angetrieben. Zum Handelsschluss stand der deutsche Leitindex 0,85 Prozent im Plus bei 11.685,69 Punkten.
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Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Der Wochengewinn summiert sich auf 1,99 Prozent. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Freitag um 0,50 Prozent auf 25.150,78 Punkte.

Am «Hexensabbat» liefen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. Vom «großen Verfall» sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. Anleger versuchten im Handelsverlauf, die Kurse in die für sie günstige Richtung zu schieben.

Das Interesse der Anleger blieb außerdem auf den Brexit gerichtet. «Eine Woche Abstimmungsmarathon in London, und Welt und Börse sind am Ende genauso schlau wie vorher», resümierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets mit Blick auf das jüngste Votum am Vorabend. Nun werde bis kommenden Mittwoch auf die nächste Abstimmung im britischen Parlament gewartet, wobei es «schwer vorstellbar» sei, dass dann eine Lösung auf dem Tisch liege.

Zudem will China die Mehrwertsteuer senken, was den Konsum ankurbeln dürfte. Das milderte die schwelenden Konjunktursorgen etwas.

Unter den Einzelwerten rückten erneut die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard in den Fokus, die am Dax-Ende fast 9 Prozent einbüßten. Strafverfolger nahmen laut dem «Handelsblatt» nun auch das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier. Das Unternehmen stellte indes klar, dass die Inhalte «nicht neu» und bereits mehrfach auch durch externe Prüfungen widerlegt worden seien.

Zudem bewegten Studien von Analysten: Die Papiere des Spezialchemie- und Pharmakonzerns Merck KGaA gaben im Dax um rund 2 Prozent nach. Am MDax-Ende fanden sich die Anteilsscheine von Salzgitter mit einem Minus von mehr als 4 Prozent.

Der IT-Dienstleister Bechtle punktete derweil mit seinem Ausblick auf 2019. Die Aktien gewannen im MDax rund 2 Prozent. Im Nebenwerte-Index SDax zählten die Anteilsscheine des Online-Medikamentenhändlers Shop Apotheke nach zuversichtlichen Aussagen zum neuen Jahr zu den Spitzenwerten mit einem Plus von fast 6 Prozent.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone schloss 1,32 Prozent höher bei 3386,08 Punkten. Für den Pariser Leitindex Cac 40 und den Londoner FTSE 100 ging es ebenfalls nach oben. Auch der Dow Jones Industrial legte zum Handelsschluss in Europa zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,01 Prozent am Vortag auf 0,00 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 142,35 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,01 Prozent auf 164,21 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1308 (Donnerstag: 1,1295) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8843 (0,8854) Euro.

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