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Coburg
Automobilindustrie

Michael Stoschek fordert in Brief an Markus Söder Kaufprämie für Autos

Der Vorsitzende der Gesellschaftsversammlung der Brose-Unternehmensgruppe wendet sich mit einem vierseitigen Brief an Ministerpräsident Söder. Stoschek spricht sich darin für eine Kaufprämie bei Autos mit modernen Verbrennungsmotoren und gegen die Förderung von Elektroautos aus.
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Michael Stoschek ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Unternehmensgruppe. Foto: dpa
Michael Stoschek ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Unternehmensgruppe. Foto: dpa

Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Brose-Unternehmensgruppe, hat sich mit einem Brief an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gewandt. Er fordert eine Kaufprämie für Autos mit moderner Verbrennungstechnologie.

Durch den Corona-Shutdown habe der bayerische Automobilzulieferer Brose in den ersten vier Monaten knapp 600 Millionen Euro Umsatz verloren.

Corona-Krise: Stoschek rechnet mit problematischen Konsequenzen

Stoschek betont zu Beginn seines Briefes, das Autokäufer auch schon vor der Corona-Pandemie verunsichert gewesen seien und sich bei der Bestellung von Neuwägen zurückgehalten hätten. Der Grund: "die unsachliche Polemik gegen die heimischen Automobilhersteller und die Dieseltechnologie" hätte sie stark verunsichert.

Sollten keine Impulse zur raschen Regeneration der Automobilbranche geschaffen werden, sieht Stoschek zwei problematische Konsequenzen. Zum einen würden momentane Kurzarbeiter bei Herstellern, Zulieferern, Händlern und Werkstätten arbeitslos werden.

Zum anderen werde die Schadstoffbelastung durch den Autoverkehr nicht zurückgehen. Denn Autos mit innovativen Abgastechnologien ersetzen Altbestände nur zu einem kleinen Teil und Elektroautos finden trotz Förderung keinen Anklang bei der breiten Bevölkerung.

Elektroautos können nicht als CO2-frei eingestuft werden

Die staatliche Förderung bei dem Erwerb von Elektrofahrzeugen macht für Stoschek "schon unter Emissionsgesichtspunkten in Deutschland keinen Sinn." Denn die Stickstoffemissionen von Dieselmotoren sei laut neusten Technologien so gut wie nicht mehr vorhanden. Auch der Feinstaubausstoß sei durch moderne Filtersysteme bereits auf ein Minimum reduziert.

Der Vorsitzende der Gesellschaftsversammlung der Brose Unternehmensgruppe spricht im Brief auch die Nachteile von Elektroautos an. Denn die EU stuft die Elektroautos praktisch als CO2-frei an. Das sei so aber nicht richtig. Denn sowohl die Herstellung und Entsorgung der Batterien, als auch die Aufladung aus mehrheitlich fossiler Stromerzeugung führe zu einer höheren CO2-Belastung in Deutschland.

"Sorgen Sie für eine schnelle Schadstoffreduzierung und Klimaverbesserung durch eine Kaufprämie, die für den Erwerb von Fahrzeugen mit der modernsten Verbrennertechnologie gilt, und sich auf den Ersatz der ältesten Fahrzeuge auf unseren Straßen konzentriert", formuliert Stoschek klar seinen Appell.