Mastercard sicherte in einer Stellungnahme zu, mit der EU-Kommission zusammenzuarbeiten. Als weltweit aktives Unternehmen habe Mastercard stets das Ziel, «die Interessen von Verbrauchern und Einzelhändlern auszugleichen, so dass jede Seite ihren fairen Anteil an den Kosten übernehme.» Europas Verbraucherschutzorganisation Beuc begrüßte das EU-Vorgehen mit dem Kommentar: «Verbraucher zahlen die Zeche für solch unfaire Praktiken.»

Bereits 2007 hatte die Kommission Mastercard verboten, Interbankenentgelte für grenzüberschreitende Transaktionen in der EU zu verlangen. Im Mai 2012 bestätigte das EU-Gericht in Luxemburg diese Entscheidung und wies eine Klage von Mastercard ab.

Das Bezahlkartenunternehmen Visa Europe hatte Ende 2010 auf Druck der EU-Kommission seine Gebühren bei Zahlungen mit sogenannten Debitkarten gesenkt, bei denen die Kontoinhaber nach einem Kauf direkt belastet werden. Seit vergangenem Sommer prüft Brüssel nun grenzüberschreitende Interbankenentgelte von Visa, die innerhalb der EU erhoben werden.

Die EU-Kommission kündigte an, bis zum Sommer neue EU-Regeln für Interbankenentgelte vorzulegen, um mehr Rechtssicherheit zu schaffen.