Die EU-Kommission untersucht nun die Gebühren, die für Karteninhaber aus Nicht-EU-Staaten in Europa anfallen, etwa wenn Touristen aus den Vereinigten Staaten in einem Geschäft in Europa mit ihrer Mastercard-Kreditkarte bezahlen. «Diese Gebühr ist generell viel höher als für europäische Kunden», sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Im Visier seien auch Geschäftspraktiken von Mastercard, die einen Händler daran hindern, bessere Konditionen von Banken aus anderen Mitgliedstaaten zu nutzen, oder die den Händler zur Annahme aller Karten verpflichten.

«Diese Entgelte und Praktiken schränken möglicherweise den Wettbewerb ein», schreibt die EU-Kommission. Interbankenentgelte verteuerten den Einsatz von Kreditkarten für den Einzelhandel. Dieser schlage die Kosten womöglich bei den Endpreisen, die der Kunde zahlt, wieder auf. Zudem dauere die Abwicklung von Zahlungen länger.