Die EU-Behörde hat ein Verfahren eingeleitet und prüft, ob Mastercard bei Transaktionen mit Zahlungskarten in Europa den Wettbewerb behindert - was Zahlungen verteuern könnte. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Im Fall eines Verstoßes gegen EU-Recht drohen dem Unternehmen hohe Geldbußen.

Seit Jahren streiten Mastercard sowie der Konkurrent Visa mit Brüssel um millionschwere Gebühren bei bestimmten Abrechnungen. Der Streit landete auch bereits vor dem EU-Gericht in Luxemburg, das der EU-Kommission den Rücken stärkte.

Im Mittelpunkt des neuen Falls stehen sogenannte Interbankenentgelte. Diese Gebühren stellen sich die Banken untereinander für grenzüberschreitende Zahlungen in Rechnung, wenn der Kunde bei einem Einzelhändler zahlt.