Die Stabilisierung des Finanzsystems habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Kapitalmärkte das Vertrauen in die spanischen Staatspapiere zurückgewannen und die Risikoaufschläge auf die fälligen Zinsen gesunken seien, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Samstag unter Berufung auf das Wirtschaftsministerium.

Nach Berechnungen der Regierung habe Spanien allein in den Jahren 2013 und 2014 rund 14 Milliarden Euro an Zinsen gespart. Da die Staatsanleihen eine durchschnittliche Laufzeit von über sechs Jahren hätten, beliefen die Einsparungen sich auf über 66 Milliarden Euro. Spanien hatte nach Angaben der Zentralbank von 2009 bis 2013 insgesamt 61,5 Milliarden Euro Steuergelder in die Sanierung maroder Geldhäuser gesteckt. Davon ist mehr als die Hälfte unwiederbringlich verloren.

Die Regierung wies darauf hin, dass es ihr bei der Bankensanierung nicht um die Bankiers und die Aktionäre gegangen sei, sondern um die Guthaben der Anleger. Bei der Catalunya Banc, deren Sanierung den Staat rund 12 Milliarden Euro gekostet hatte, wäre eine Schließung des Geldhauses viel teurer geworden, verlautete aus dem Ministerium. Eine Abwicklung hätte fast 18 Milliarden Euro gekostet.