Berlin
Ende des Wettbewerbs?

"Lieferando" schluckt "pizza.de": Kunden sauer auf heimliche Übernahme

Sie galten als Pioniere des Online-Essensbestellungen, revolutionierten damals das "Daheimessen": Pizza.de ist Geschichte, das Unternehmen gehört jetzt zu Lieferando.de. Die Übernahme verlief still und heimlich - und erzürnt die Kunden.
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pizza.de ist Geschichte: Der Lieferservice informierte seine Kunden via Twitter, dass er von einem Konkurrenten aufgekauft wurde. Das macht die Kunden sauer. Symbolfoto: pixabay.com/Hans
pizza.de ist Geschichte: Der Lieferservice informierte seine Kunden via Twitter, dass er von einem Konkurrenten aufgekauft wurde. Das macht die Kunden sauer. Symbolfoto: pixabay.com/Hans

Aus für pizza.de: Kunden sauer über Lieferando-Übernahme: Entspannt von der Couch aus Pizza bestellen, zur Haustür liefern lassen und einfach gut Essen: Das war das Ziel von pizza.de, als sich das Unternehmen gründete. Und sie hatten damit großen Erfolg. Bezahlung war einfach per Kreditkarte oder PayPal möglich. Die Kunden mussten lediglich zur Haustüre gehen - mehr nicht.

Und genau diese Kunden sind jetzt stink sauer. Denn: pizza.de gibt es nicht mehr. Seit dem 10. April ist Schicht im Schacht. Der große Konkurrent Lieferando - das Unternehmen firmiert als Takeaway - hat Anfang April pizza.de aufgekauft.

Lieferando übernimmt pizza.de: Kunden sind stinksauer - und wohl keine Kunden mehr

Bereits 2014 wurde pizza.de von einem Konkurrent einverleibt: Lieferheld kaufte das Unternehmen, übernahm die Geschäfte, entließ Mitarbeiter und verlegte den Firmensitz, wie yahoo.com in einem Bericht schreibt.

Jetzt also, gut fünf Jahre später, ist pizza.de völlig von der Bildfläche verschwunden. Was bleibt: Einzig ein Tweet. Dieser kündigt Vollzug an - ohne Vorwarnung.

 

 

pizza.de ist jetzt Lieferando.de und wir heißen euch herzlich willkommen! Folgt Lieferando.de auf Facebook, Twitter und Instagram, um keine Gutscheinaktionen, Gewinnspiele und Updates zu verpassen!

Mit dieser Nachricht über Twitter überraschte und verärgerte pizza.de seine Kunden gleichermaßen. Keine Vorwarnung, keine Ankündigung, dass das Unternehmen bald nicht mehr in der bekannten - und durchaus beliebten! - Form geben wird.

Die Kunden (und Twitter-User) machen ihrem Unmut Luft:

"...ich wollte doch nur was essen..." schreibt User Kevin. Die App unübersichtlich, der Lieblingslieferant weg - diese Beziehung ist wohl beendet.

 

 

Stefan hat eine eindeutige (und nicht ganz jugendfreie) Meinung zu der Übernahme. Und der Lieferdienst hat nach 10 Jahren Treue einen Kunden weniger.

 

 

Anika spricht das aus, was wohl viele Kunden denken:

 

 

Die Social Media Abteilung von lieferando.de versucht auf Twitter die Wogen zu glätten und hat mit Sicherheit bereits eine lange Liste an Änderungsvorschlägen. Diese dürften auch nötig sein, um die verärgerten Kunden zurück zu gewinnen.

Ein Punkt dürfte aber mit sehr hoher Priorität versehen sein: Die beliebten pizza.de-Kugelschreiber sollte nicht das selbe Schicksal ereilen, das dem Unternehmen selbst jetzt zuteil wurde: Das Ende.



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