Analysten erwarten jetzt einen Verlust für das abgelaufene Jahr. Equinet-Experte Michael Schäfer etwa rechnet mit einem Minus von etwa einer Milliarde Euro. Das wäre der erste Nettoverlust des Unternehmens überhaupt. Von RWE gab es dazu keinen Kommentar.

An den Prognosen für 2013 - diese beziehen sich vor allem auf Kenngrößen, aus denen Abschreibungen herausgerechnet sind - ändert das Unternehmen nichts. Mögliche Änderungen an den Annahmen für dieses und die kommenden Jahre will Konzernchef Peter Terium bei der Vorlage der Gesamtjahreszahlen Anfang März verkünden.

Der Vorstandsvorsitzende erklärte in einer Mitteilung: «In ganz Europa stehen derzeit vor allem Erdgas- und Steinkohlekraftwerke unter einem hohen wirtschaftlichen Druck.» RWE trage den «tiefgreifenden Veränderungen» der Rahmenbedingungen auf dem europäischen Erzeugungsmarkt Rechnung. Er kündigte an, die Kosten des Kraftwerksparks weiter zu senken, um so die Ertragskraft zu steigern.