Seoul

Koreanischer Chiphersteller SK Hynix erzielt Rekordumsatz

Chips sind momentan Mangelware. Das wirkt sich extrem auf den Umsatz südkoreanischen Apple-Zulieferers SK Hynix aus.
 
SK Hynix
Der Chiphersteller SK Hynix ist weiter auf Höhenflug. Foto: Ahn Young-Joon/AP/dpa

Der südkoreanische Apple-Zulieferer SK Hynix rechnet nach dem Chipboom der vergangenen Monate weiter mit einer schwungvollen Entwicklung.

«Trotz der Sorgen über die Störungen der globalen Lieferketten verdeutlicht die Geschäftsentwicklung des vergangenen Quartals die fortgesetzte Wachstumsdynamik der Speicherchipbranche», sagte Hynix-Manager Kevin Noh laut Mitteilung.

Zurzeit sind viele Chips für Güter wie Unterhaltungselektronik bis zu Autos Mangelware, was die Preise nach oben getrieben hat. Die Branche baut daher die Kapazitäten aus. Zudem dürften Kunden mittlerweile versuchen, Halbleiter zu horten. Daher rechnen Experten bereits mit einer nachlassenden Nachfrage und fallenden Preisen.

Hynix setzt allerdings auf einen weiter hohen Bedarf im Zuge der Digitalisierung. Die Nachfrage auf dem Servermarkt sei hoch, und Cloud- sowie Datendienste dürften bis ins kommende Jahr hinein wachsen, erklärte das Management. Auch der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes liefere Rückenwind.

Die hohe Nachfrage bescherte Hynix im dritten Quartal einen Rekordumsatz von 11,8 Billionen südkoreanischen Won (8,7 Mrd Euro). Das waren 14 Prozent mehr als im bereits starken zweiten Jahresviertel. Der operative Gewinn stieg um mehr als die Hälfte auf knapp 4,2 Billionen Won. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit gut 3,3 Billionen Won zwei Drittel mehr.

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