Berlin
Bargeldloses Bezahlen

Kontaktlos Bezahlen: Deutsche Kreditwirtschaft erhöht das Limit für Einkäufe ohne PIN-Eingabe

Berührungsloses Bezahlen - was für viele ein praktisches Feature ist, empfinden andere als Sicherheitslücke. Bisher konnte man bei einem Einkauf bis 25 Euro ohne die Eingabe von einer PIN mit der Girocard bezahlen. Jetzt soll sich daran etwas ändern.
 
Kontaktloses Bezahlen
Die Verbreitung des kontaktlosen Bezahlens hat vor allem in den Jahren 2017 und 2018 in Deutschland zugenommen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vieles hat sich durch die Corona-Pandemie geändert. Vor allem in Supermärkten, wo viele Menschen aufeinander treffen, gilt es, Rücksicht zu nehmen. Viele Verbraucher setzen beim Einkaufen auf Handschuhe und Masken, um sich und andere zu schützen.  Aber auch die Läden selbst, haben neue Sicherheitsvorkehrungen: Auf den Böden kleben Hinweise, damit der Sicherheitsabstand eingehalten wird, die Kassierer sieht man nur noch durch Plexiglasscheiben und Kunden werden gebeten, möglichst bargeldlos zu bezahlen.

Wer aber mit Karte zahlt, muss häufig noch händisch seinen Pin eingeben. Durch Schmierinfektionen kann man sich als Kunde theoretisch auch über die kleinen Tasten mit Covid-19 anstecken.

Kontaktloses Bezahlen: Die Deutsche Kreditwirtschaft will Einkaufen hygienischer machen

Inzwischen sind 75 Prozent der Girocards in Deutschland auch mit der Funktion des kontaktlosen Bezahlens ausgestattet. Das funktioniert dank der NFC-Technik. Das steht für Near-Field Communication und heißt übersetzt "Nahfeldkommunikation". Dadurch kann man nicht nur mit EC-Karten bezahlen, sondern auch mit Smartphones und Smartwatches.

Kurz die Karte über den Kartenleser gehalten und fertig - der Einkauf ist bezahlt. Aber: nur bei einem Gesamtpreis bis 25 Euro. Wer bisher über dieses Limit kam, musste entweder seine Pin eingeben oder unterschreiben. Doch jetzt hat die Deutsche Kreditwirtschaft das Limit erhöht, um "das berührungslose Bezahlen als hygienische Bezahlmethode in der aktuellen Situation zu unterstützen". Nun kann man bei Händlern in Hamburg, Kassel, Frankfurt am Main und München Einkäufe bis zu einem Wer von 50 Euro kontaktlos bezahlen.

An einer flächendeckenden Umstellung wird gearbeitet. Innerhalb der nächsten Wochen und Monate sollten sich alle Händler angepasst haben. Doch nach einer Gesamtsumme von 150 Euro oder nach spätestens fünf unterschiedlichen Transaktionen wird trotzdem eine PIN-Eingabe verlangt. Das dient der eigenen Sicherheit und entspricht auch den gesetzlichen Vorgaben.