Kodak mache große Fortschritte beim Umbau, erklärte Firmenchef Antonio Perez am Mittwoch (Ortszeit) am Firmensitz in Rochester im US-Bundesstaat New York. Statt der hart umkämpften Fotografie sieht der Konzern seine Zukunft in Drucklösungen für Geschäftskunden.

Kodak hatte die klassische Fotografie entscheidend geprägt, kam aber nicht mit dem Wandel zu digitalen Bildern klar. Nach hohen Verlusten rutschte der Fotopionier vor einem Jahr in die Insolvenz. Im Zuge der Sanierung wurden große Geschäftsbereiche abgestoßen. Im einstigen Kerngeschäft ist Kodak damit kaum noch vertreten.

Zuletzt hatte Kodak auch noch für mehr als eine halbe Milliarde Dollar seine Digitalfoto-Patente an ein Konsortium aus IT-Schwergewichten wie Apple, Google und Samsung verkauft. Zusammen mit zugesagten Bankkrediten über mehr als 800 Millionen Dollar ist Kodak damit flüssig genug für einen Neuanfang.

Richter Allan Gropper vom Bezirksgericht in Manhattan stimmte dem Finanzierungsplan des Managements zu. Sein Okay war notwendig, weil Gläubiger von Kodak gleichzeitig auf Forderungen verzichten müssen. Zudem sollten alleine im vergangenen Jahr 3900 Jobs wegfallen und damit etwa jede vierte Stelle.